IBM 2008: Gerade noch im grünen Bereich

In Quartal IV 2008 sah IBM ein bisschen besser aus als ein Jahr zuvor, denn der Gewinn stieg um 12 Prozent von 4 auf 4,4 Milliarden US-Dollar. Plus-Segmente waren allein Software und System P. Insgesamt schließt IBM das Jahr mit fünf Prozent Umsatzplus und umgerechnet etwa 13 Milliarden Euro Gewinn ab, mit hoher Gewinnoptimierung bei den Service-Leistungen.

Mit Software verdiente das Unternehmen 6 Milliarden US-Dollar, plus drei Prozent im Umsatz. Das Zugpferd war hier Informationsmanagement. Auf der Hardwareseite wuchteten sich die Unix- und Linux-Maschinen System P (mit PowerPC-CPU) um acht Prozent über die Quartalserlöse von 2007.

Fast alles andere lief etwas schlechter als im Vergleichszeitraum 2007. Insgesamt setzte das Zuhause der IBM-Systeme, der Bereich Systems and Technology, jedoch ein Fünftel weniger um, fünfeinhalb Milliarden Dollar. Während Großrechner (System Z) um sechs Prozent im Abverkauf erlahmten lieferte IBM dennoch 12 Prozent mehr MIPS-Rechenpower aus. Hurtig purzelten die Systeme X, ebenso wie die OEM-Mikroelektronik, um mehr als 30 Prozent. Die Systeme setzen damit den Trend aus dem dritten Quartal fort (wir berichteten). Das gilt auch für die I-Systeme: Nach IBMs Zahlen fuhren sie den Umsatz im vierten Quartal wiederum um 92 Prozent zurück.

Für das gesamte Jahr 2008 steigerte IBM seinen Umsatz wegen dieser Zahlen nur leicht um fünf Prozent und erzielte knapp 104 Milliarden US-Dollar (gut 80 Milliarden Euro). Davon blieben vor Steuerabzug rund 17 Milliarden Dollar (knapp 13 Milliarden Euro) als Gewinn übrig. Eine Aktie erbrachte etwas weniger als neun Dollar und steigerte sich damit um 24 Prozent im Wert. Diesen Wert will IBM im Krisenjahr 2009 moderat auf 9,2 Dollar steigern.

Seine Führerschaft im Servermarkt hat das Hersteller-Urgestein nach Gartners Zahlen im Jahr 2008 behauptet, obwohl alle Server-Hersteller mit sinkenden Verkaufspreisen kämpfen (siehe Meldung auf Linux-Magazin Online)

In den einzelnen Bereichen kann der Konzern stolze 30 Prozent mehr Gewinn jeweils im Technologie- und Business-Service vorweisen. Der Umsatz stieg hingegen im geringeren Maße, um die neun Prozent, wobei die Technology Services (40 Milliarden) mehr einbrachten als die Business Services (20 Milliarden). Nur die Software brachte bei 22 Milliarden Umsatz mehr ein (18 Prozent), als übrig blieb (11 Prozent). Auf dem absteigenden Ast befand sich das Systeme-Segment mit minus zehn Prozent oder 20 Milliarden US-Dollar. Die wenig einbringende OEM-Elektronik (3 Milliarden) sank sogar um 22 Prozent.

Der größte Wachstum in IBMs Markt 2008 findet mit zehn Prozent in den Entwicklungsländern statt, welche ihm auch im dritten Quartal eine gute Bilanz beschert hatten. Die Märkte der EMEA-Region (Europa, Naher Osten, Afrika) und Asiens wuchsen um sieben beziehungsweise acht Prozent und erbrachten in EMEA 37 und in Asien 21 Milliarden. Der umsatzstärkste Markt, die vereinigten Staaten mit 43 Milliarden Dollar, vergrößerte sich hingegen nur um vier Prozent.

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