Basierend auf einem Vorschlag von Mark Nottingham wird das HTTP-over-Quic künftig HTTP/3 heißen. Das soll Verwechselungen mit dem gleichnamigen Quic-Transportprotokoll verhindern.
In dem Vorschlag von Mark Nottingham vom Ende Oktober ging es vor allem darum, einen Namen für das Endprodukt der HTTP-Arbeitsgruppe zu finden. Das Problem mit Quic sei, dass die IETF Quic von Google weiterentwickelt und in ein gleichnamiges Transportprotokoll sowie ein HTTP-Binding unterteilt habe. Das Transportprotokoll transportiert Daten auch unabhängig von HTTP. Das HTTP-Binding sende hingegen HTTP über Quic.
Beide Quic-Versionen seien in der Vergangenheit häufiger verwechselt worden. Daher schlug Nottingham in Abstimmung mit der Arbeitsgruppe vor, HTTP-over-Quic künftig als HTTP/3 zu bezeichnen, in Abgrenzung zu Quic, dem Transportprotokoll.
Zwar stimmte Nottingham dem Einwand zu, dass sich Quic noch nicht durchgesetzt habe. Er gab aber auch zu bedenken, dass der Name ohne das zugehörige RFC auch noch nicht formalisiert sei. Sollte HTTP über Quic sich künftig nicht durchsetzen, könne man die nächste Technologie einfach HTTP/4 nennen. Er wolle sich mit der Namensfindung ohnehin nicht zu lange aufhalten, sondern lieber den technischen Fragen widmen.
Auf einer IETF-Sitzung vom 8. November wurde das Problem nun laut einem Blogpost von Curl-Erfinder Daniel Stenberg angesprochen und Quic over HTTP am Ende offiziell zu HTTP/3 (oder kurz “h3”) umbenannt. Damit ist es amtlich: HTTP/3 ist die neue HTTP-Version, die Quic für den Transport verwendet.






