Homeoffice-Studie: Weniger Sicherheitsvorfälle als angenommen

Mit der Corona-Pandemie haben Unternehmen Homeoffice und mobiles Arbeiten ermöglicht. Der Security-Spezialist Sophos hat in einer eigenen Studie Unternehmen in Deutschland befragt, ob sie dadurch eine höhere Anzahl von Cyberattacken verzeichnet haben. Das Ergebnis: So schlimm wie angenommen, waren die Auswirkungen nicht, zumindest was die Zahl der sicherheitsrelevanten Vorfälle angeht.

Die in der Studie befragten Unternehmen in Deutschland hätten zwar mehr Sicherheitsvorfälle registriert, die von den IT-Teams bearbeitet werden mussten, jedoch weit weniger als angesichts gestiegener Cyberattacken vermutet wurde. Nur 12 Prozent der befragten IT-Verantwortlichen verzeichneten eine deutliche Steigerung der Sicherheitsvorfälle, 30 Prozent stellten eine geringe Zunahme fest. Diesen 42 Prozent mit mehr Sicherheitsvorfällen als vor der Homeoffice-Regelung stehen aber 48 Prozent gegenüber, bei denen die Zahl der Vorfälle konstant geblieben sei, heißt es von Sophos. Bei 10 Prozent der befragten Unternehmen wurden sogar weniger sicherheitsrelevante Vorfälle registriert. Bei den Vorfälle selbst waren die mit Abstand am meisten auf Spam- (77 Prozent) und Phishing-Attacken (59 Prozent) zurückzuführen.

Obwohl der explosionsartige Anstieg an Sicherheitsvorfällen ausblieb, seien die Auswirkungen an anderer Stelle deutlich. 60 Prozent der Unternehmen geben an, dass der Kostenaufwand für IT-Sicherheit während der pandemiebedingten Homeoffice-Zeit gestiegen sei. Knapp ein Drittel (27 Prozent) der befragten Unternehmen gaben an, dass der Aufwand und die Aufgaben in der IT-Sicherheit durch die neue Situation unverändert geblieben seien. Bei 31,5 Prozent kamen neue Aufgabenbereiche hinzu, 17,5 Prozent verzeichneten eine höhere Intensität bei der Bewältigung Ihrer Aufgaben und 24,5 Prozent gaben an, sowohl deutlich mehr zu tun gehabt zu haben als auch mit neuen Herausforderungen konfrontiert gewesen zu sein.

Die Befragung wurde laut Sophos Anfang Oktober von Techconsult im Auftrag durchgeführt. Befragt wurden 200 Unternehmensvertreter kleiner, mittelständischer sowie Groß-Unternehmen aus Industrie, Banken und Versicherungen, Dienstleistungen, Handel, Telekommunikation und Versorgung sowie Non-Profit-Organisationen und öffentliche Verwaltung.

E-Mail Benachrichtigung
Benachrichtige mich zu:
0 Kommentare
Älteste
Neuste Beste Bewertung
Nach oben