In Bescheidenheit übt sich das Handbrake-Entwicklerteam: Die Software hat bereits ein paar Jahre auf dem Buckel, trotzdem erscheint nun erst Version 0.10 des Transkodierungstools. Die bringe “hunderte neuer Features” mit, heißt es im Blog des Projekts.
So unterstütze Handbrake Intel Quicksync Video, einen hardwarebasierten H.264-Encoder für Intel-CPUs. Bislang funktioniere das nur unter Windows, Linux-Support sei aber geplant. Über den Open-Source-Encoder x265 beherrsche Handbrake nun auch H.265, das High Efficiency Video Coding (HEVC) Format. Der Encoder sei noch recht neu, heißt es in der Ankündigung, doch man habe bereits vielversprechende Resultate gesehen.
Theora (VP3) habe man inzwischen beerdigt, an seine Stelle trete Libvpx, die VP8 enkodiert und eine bessere Qualität bei geringen Dateigrößen erreiche. Der Libav-AAC-Encoder ersetze unter Linux und Windows aufgrund von GPL-Kompatibilitätsfragen die bislang genutzte Libfaac, optional lässt sich zur Compile Time der FDK AAC Encoder verwenden.
Die grafische Oberfläche für Handbrake erreiche inzwischen fast Feature-Parität zur Kommandozeilenversion. Die Kontrollelemente für Audio und Untertitel haben die Entwickler vereinfacht, sie lassen sich in Presets speichern, was Batch-Encoding-Szenarien optimiert.
Der neue NL-Means-Filter verbessere das Entrauschen deutlich, schreiben die Entwickler. Erweise sich das experimentell für Windows unterstützte Open-CL-Scaling (AMD) als hilfreich, werde man es zukünftig auch auf andere Plattformen ausdehnen. Herunterladen lässt sich Handbrake 0.10.0 über den Downloadbereich der Projektseite.





