Hacking-Kurse, geleakte Nacktbilder und KI – Darknet-Trends 2024

Die Experten von NordVPN versuchen seit einigen Jahren die Cybersicherheitsrisiken vorherzusagen, die im nächsten Jahr zu erwarten sind. Die Prognose für 2024 stützt sich auf die Analyse der meist diskutierten Themen in den größten Darknet-Foren.

Die fünf wichtigsten Prognosen der Cybersicherheits-Experten von NordVPN  basieren damit darauf, worüber Hacker und Cyberkriminelle in diesen Foren sprechen.

Zu den am meisten kommentierten Beiträgen im Forum gehörten die Beiträge über geleakte Nacktbilder von OnlyFans, Instagram und anderen Plattformen. Threads über geleakte Nacktbilder erhielten fast 1850 Kommentare und waren unter den Top 20 der am meisten kommentierten Threads im Forum. Um zu verhindern, dass Bilder online geleakt werden, empfehlen Experten, auf das Versenden von Fotos über soziale Medien zu verzichten und stattdessen verschlüsselte Cloud-Lösungen zu verwenden.

Gehackte ChatGPT-Konten und Tutorials zur Nutzung von KI für Angriffe sind bei Hackern sehr beliebt. Das bedeutet nicht nur, dass KI-Nutzer im Visier der Angreifer sind, sondern dass Hacker lernen, wie sie KI nutzen können, um die Effizienz ihrer Arbeit zu steigern und ihre Arbeit einfacher, schneller und schlagkräftiger zu machen. KI-gestützte Cyberkriminalität wird bis 2024 explodieren, lautet die Prognose. Cyberkriminelle zeigten reges Interesse, KI-generierte Videos für schädliche Zwecke zu nutzen. Überall im Internet tauchen Deep-Fake-Videos auf, in denen Gesichter und Stimmen von Berühmtheiten kopiert werden, um Betrügereien durchzuführen, berichten die Experten. KI-Deep-Fakes werden auch immer häufiger eingesetzt, um explizite Aufnahmen mit den Abbildern echter Menschen zu erzeugen – eine neue Form der Cyberkriminalität. 2023 sei vielleicht das Jahr gewesen, in dem die KI in allen Bereichen des Internets durchstartete, aber 2024 würden  die Nutzer mit den Schattenseiten dieser sich schnell entwickelnden Technologie konfrontiert, prognostizieren die Experten.

Die NordVPN-Experten glauben auch, dass sich die Zahl der Angreifer 2024 wahrscheinlich steigen wird. Diese Prognose basiert auf den zahlreichen Forenbeiträgen im Dark Web von Leuten, die lernen oder anderen beibringen wollen, wie man Cyberangriffe durchführt.

Einige der aktivsten Forenbeiträge waren:

  • „How to dox“
  • „How to hack WhatsApp of your friend by sending a single ink“
  • „How to instantly crack TikTok accounts easily“
  • „Wi-Fi hacking course“

Nach Angaben der NordVPN-Experten drehten sich etwa 55 Prozent der Diskussionsbeiträge um gestohlene Kundendaten. Zu den gestohlenen Informationen gehörten Zugangsdaten für soziale Medien, Führerscheine, Wohnadressen und persönliche E-Mail-Adressen. Kundendaten würden sich im Dark Web für große Summen verkaufen lassen, und dieser Trend werde sich wahrscheinlich auch 2024 fortsetzen, heißt es in der Prognose.

In den letzten Jahren hätten einige Cybersicherheitsanalysten gehofft, dass die biometrische Authentifizierung die Risiken der Cyberkriminalität drastisch reduzieren könne, heißt es im Bericht. Obwohl die Biometrie sicherlich nützliche neue Mechanismen für die Cybersicherheitsinfrastruktur und die Authentifizierungsprozesse biete, suchten Angreifer schnell nach Wegen, diese Schutzmaßnahmen zu umgehen. In dem Forum, das die Experten von NordVPN besucht haben, gab es einen beliebten Beitrag mit einer Anleitung, wie man die Selfie-Verifizierung umgehen kann.

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