Hacker greifen Finanzzentrum an

Die Hacker, die kürzlich 81 Millionen Dollar von der Zentralbank in Bangladesh gestohlen haben, hatten wahrscheinlich das SWIFT-System korrumpiert, meldet Reuters.

Die Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication (SWIFT) ist eine 1973 gegründete, in Belgien ansässige Genossenschaft im Besitz von Finanzinstitutionen auf der ganzen Welt, die den Nachrichten- und Transaktionsverkehr von weltweit mehr als 10 000 Banken über sichere Telekommunikationsnetze (das SWIFT-Netz) standardisiert. Die Cyber-Kriminellen sollen nun die Spuren ihrer illegalen Transfers im SWIFT-System geöscht haben. Sie hatten im Februar versucht, insgesamt 951 Millionen Dollar von Konten der Zentralbank Bangladeshs bei der Federal Reserve Bank of New York auf philippinische Konten zu überweisen. Die meisten Geldtransfers wurden blockiert, aber 81 Millionen Dollar kamen durch. Mit einer Malware namens evtdiag.exe soll es den Hackern danach gelungen sein, Einträge in einer SWIFT-Datenbank zu löschen, die auf die Zahlungsanforderungen verwiesen hatten.

Zwar war die Malware genau für diesen Fall programmiert, aber die Hacker verfügten über Tools und Techniken, die es ihnen erlauben könnten, erneut zuzuschlagen, warnen Spezialisten vom britischen Sicherheitsunternehmen BAE, die den Fall untersucht haben.

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