HA-Richtlinien für Open Stack

Florian Haas, CEO von Hastexo, hat sich im Rahmen eines Vortrags auf der CloudCon 2014 in Düsseldorf mit dem Stand der Integration von von Hochverfügbarkeitsfeatures in Open Stack beschäftigt.

Die Herausforderungen, die auf dem Weg zu mehr HA-Features in Open Stack gemeistert werden müssen, so Haas, seien vielfältig. Zum einen dürften keine Flaschenhälse oder Single-Point-Of-Failtures geschaffen werden, zum anderen dürfe die Skalierbarkeit einer Cloud-Plattform nicht unter einer Implementation von Hochverfügbarkeit leiden. Bei der Implementation müssen weiterhin die Besonderheiten der verschiedenen Knoten-Typen (etwa API-, Controller, Compute- und Network-Nodes) und weiterer Dienste (wie Message-Bus, relationale Datenbank) beachtet werden, aus denen eine OpenStack-Installation besteht.
Galubten die Open-Stack-Entwickler anfangs noch, dass der Einbau von HA-Features zu umständlich und schwer sei und man das Problem daher dem Benutzer überlassen müsse, hat sich die Meinung inzwischen gewandelt, so Haas. Es existiert mittlerweile ein Best-Practice-Dokument für den Einbau von Hochverfügbarkeit-Features in Open Stack. Demnach sollte beispielsweise für die ralationale Datenbank ein MySQL-Galera-Cluster verwendet werden, für den Message-Bus empfiehlt Haas RabbitMQ in Verbindung mit einer Cluster-IP. Die API-Knoten hingegen können einfach hinter einen Load-Balancer (wie HAProxy) gehängt werden, alternativ genüge aber auch das Round-Robbin-DNS-Verfahren. Für das generelle HA-Service-Management habe man sich innerhalb derOpenStack-Community mittlerweile auf Corosync  oder Pacemaker geeinigt, so Haas.
Die persistenten Daten, wie virtuelle Maschinen, sollten laut Haas in einem Ceph-Storage abgelegt werden, wobei beispielsweise das aktuelle Open-Stack-Release von Red Hat Ceph als Storage-System noch nicht unterstützt.

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