"Grant for the Web": 100 Millionen gegen werbefinanziertes Web

100 Millionen US-Dollar wollen Firefox, Creative Commons und Coil an Projekte verteilen, die werbefreie Finanzierungsmodelle für das Internet schaffen.

Über einen Zeitraum von fünf Jahren wollen die drei Finanziers des Projekts “Grant for the Web” die 100 Millionen US-Dollar an Einzelpersonen, Projekte oder Gemeinschaften ausschütten, die offene Ökosysteme zur Monetarisierung von Webinhalten auf die Beine stellen. Die Finanzierung wird dabei von Coil übernommen. Über die Vergabe der Gelder entscheidet ein Beirat, in dem Vertreter der drei beteiligten Organisationen vertreten sind.

Die Förderung soll explizit eine Umgebung schaffen, in der auch Anbieter von Inhalten die finanzielle Freiheit erlangen, um sich von Werbung und Datenanalysen hin zu anderen Einnahmequellen zu bewegen. Mindestens die Hälfte der verfügbaren Gelder stehen dabei für Softwareprojekte und Inhalte-Anbieter bereit, die ihre Werke unter offenen Lizenzen weiterverbreiten.

Zahlen für Inhalte

Ein mögliches Beispiel für Technik, die sich mit dem “Grant for the Web” umsetzen ließe, liefert Coil selbst. Das Unternehmen wirkt an dem Open-Source-Projekt Interledger mit, das verschiedene Zahlungsquellen wie klassische Banken, aber auch Kryptowährungen miteinander verbindet. Darauf aufbauend arbeitet Coil an einem Web Monetization API. Das soll dazu genutzt werden, Geld von Nutzern direkt an die Webseitenbetreiber zu verteilen.

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