Um ihre Spiele optimal an die vorhandene Hardware anzupassen, brauchen Entwickler möglichst umfassenden Zugriff auf den Code. Mit GPU Open möchte AMD diesen Zugriff nun erleichtern.
Mit einem Blogeintrag und einer neuen Webseite verstärkt AMD die eigenen Anstrengungen, Code für die Grafikarten zu öffnen. Davon sollen nicht nur Spiele-Entwickler, sondern auch solche im HPC-Bereich profitieren. Wie zum Beispiel, erklärt Nicolas Thibieroz in dem Post.
So benötigen Entwickler häufig Zugriff auf einige Low-Level-GPU-Funktionen, um Spiele adäquat von der Konsole auf den PC zu portieren. Auch proprietäre Bibliotheken und Werkzeuge mit Black-Box-APIs stünden im Weg, wenn es darum geht, Code zu warten, portieren und zu optimieren.
Drei Prinzipien verfolgt AMD mit GPU Open. Zum einen sollen es Code und Dokumentation Entwicklern ermöglichen, mehr Kontrolle über die GPU zu erlangen. Dazu will man ihnen Zugriff auf viele der fortgeschrittenen Funktionen gewähren, die aktuelle und künftige Graphics-Core-Next-Architekturen mitbringen. Generell will AMD das Portieren von Spielekonsolen auf PCs einfacher machen. Zweitens will man die Quellen der Software veröffentlichen, um die Entwickler-Community mitzunehmen. Drittens will man öffentlicher entwickeln, etwa über Giuthub und die Community mit Blogeinträgen und Neuigkeiten begleiten.
Zwar gelten Nvidias Linux-Treiber unter Spielern als ausgereifter, doch die Firma geht zum Ärger vieler Entwickler sehr restriktiv mit dem eigenen Quellcode um. An diesem Punkt möchte Konkurrent AMD mit der neuen Strategie offenbar ansetzen.






