Googles Chromecast soll Computerinhalte auf den TV-Bildschirm streamen, sorgt aber bislang eher für mäßige Begeisterung. Das am Montag eingeführte Google Cast SDK könnte nun spannende neue Apps bringen.
Chromecast ist ein HDMI-Stick, den der Besitzer an einen Fernseher ansteckt, damit er per WLAN Inhalte aus dem Internet holt und auf dem großen Bildschirm anzeigt. Steuern kann der Besitzer die etwa 40 Euro teure Hardware über das Mobiltelefon. Wer Googles Browser Chrome verwendet, kann zudem dessen Inhalte direkt vom Rechner auf den Fernsehschirm streamen. Das zum Einsatz kommende Protokoll basiert auf Discovery and Launch (Dial) und UPnP.
Nimmt man Amazons Kommentare und die Wikipedia als Indikator, funktioniert das Streamen hauptsächlich für die von Google vorgegebenen Inhalte gut, etwa für Youtube-Videos und für Netflix-Videos, die es aber in Deutschland noch nicht gibt. An anderen Stellen warten hingegen Defizite: So mussten Anwender ihre Inhalte anfangs in Googles Cloud schicken, um über den Umweg von Google Play auf die lokale Musik- und Videosammlung zuzugreifen. Zudem treten Latenzen auf und scheint das Browser-Casting auf Smartphones noch nicht zu funktionieren.
All das könnte sich jedoch bald bessern: Google hat am Montag das SDK zum Gerät vorgestellt. Es besteht aus zwei Komponenten: Dem Sender- und Receiver-SDK. Letzteres läuft auf dem Chromecast und lässt sich über die Sender-SDKs steuern, die es für Android, iOS und Chrome gibt. Das SDK unterstützt HTML 5 und die Streaming-Protokolle MPEG-Dash, HLS und Microsoft Smooth Streaming. Auch einige Sample Apps stehen zum Testen bereit. Dokumentation für die verschiedenen Plattformen sind hier verfügbar, Entwickler starten am besten auf der Cast-Developer-Seite.






