Das Wettrennen um immer höhere Rechenleistungen für KI-Anwendungen geht unvermindert weiter. Googles Vice President Amin Vahdat gab nun in einem internen Meeting bekannt, man wolle die Rechenleistung alle 6 Monate verdoppeln und in den nächsten vier oder fünf Jahren vertausendfachen.
“Wir werden viel Geld investieren”, erklärte Vahdat und fügte hinzu, dass das eigentliche Ziel darin bestehe, eine Infrastruktur bereitzustellen, die weitaus “zuverlässiger, leistungsfähiger und skalierbarer ist als alles, was sonst irgendwo verfügbar ist”.
Erreicht werden soll dieses Ziel nicht allein durch eine mengenmäßige Skalierung der Hardware, sondern vor allem durch Erhöhung der Effizienz. Eine zentrale Rolle dabei spielen Googles eigene Hardwarebeschleuniger, die Tensor Processing Units (TPUs). Deren neueste Generation “Ironwood” wurde erst kürzlich vorgestellt. Sie soll 30-mal effizienter sein als die ersten TPUs aus dem Jahr 2018.
Die Gefahr einer KI-Blase infolge der enormen Investitionen sieht auch Googles CEO Sundar Pichai, rechtfertigt die Unternehmensstrategie jedoch mit dem schnellen Wachstum der Cloud-Sparte, die im letzten Quartal mit 15 Milliarden US-Dollar ein Umsatzplus von 34 Prozent erreichte. Das Ergebnis hätte noch höher ausfallen können, wenn mehr Rechenleistung verfügbar gewesen wäre. So hätte das neue Videomodell Veo wegen begrenzter Kapazitäten nicht mehr Nutzern zugänglich gemacht werden können.






