Wenig populär scheint Googles Idee zu sein, die bisherige Adblocker-Anbindung nur noch für zahlende Enterprise-Kunden von Chrome zu erlauben.
Laut dem Online-Magazin 9to5google schafft Google mit dem Manifest V3 für Chrome weitgehend die bisherige Möglichkeit ab, Werbe-Einblendungen in dem Browser zu blockieren. Google legt Teile des Web-Request-API auf Eis, das populäre Werbeblocker verwenden, um Anzeigen zu blockieren. Auch der Privacy Badger der EFF nutzt das API, um Tracking zu verhindern. Allerdings betrifft die geplante Umstellung nicht alle Nutzer gleichermaßen: Zahlende Enterprise-User von Chrome sollen weiter die Möglichkeit erhalten, Anzeigen zu blockieren.
Google will weg vom Web-Request-API
Google argumentiert, das Web-Request-API “blockiere”, arbeite also sequenziell. Das Unternehmen bietet Adblocker-Entwicklern daher einen asynchronen Ersatz namens Declarative Net Request an. Das Problem mit dem neuen System: Es ist laut Kritikern weniger flexibel als das alte und setzt derzeit noch ein Limit von 30 000 Regeln. Auf Adblocker-Regellisten wie Easylist stehen aber deutlich mehr Regeln.
Google bietet recht vage an, die Zahl der erlaubten Regeln zukünftig nach Performancetests anzupassen. Gegenüber 9to5google betonte ein Google-Sprecher zudem, dass Google die Entwicklung von Adblockern unterstütze und mit den Entwicklern an einer Lösung arbeite.
Zweifel an Googles Absichten
Raymond Hill, Lead-Entwickler von Ublock Origin, äußerte aber generelle Zweifel an der Motivation von Google, Werbeblocker zu integrieren. Rein technisch würde das Web-Request-API bei sauber implementierten Erweiterungen keine Performance-Probleme bereiten. Zudem hätte Google das Web-Request-API auch nach dem Vorbild der Firefox-Entwickler anpassen können, über Promises.
Er vermutet andere Gründe hinter dem Schritt zu Manifest V3. Als börsennotiertes Unternehmen zähle Google laut einem bei der SEC eingereichten Dokument Adblocker zu den Risikofaktoren:
Technologies have been developed to make customizable ads more difficult or to block the display of ads altogether and some providers of online services have integrated technologies that could potentially impair the core functionality of third-party digital advertising. Most of our Google revenues are derived from fees paid to us in connection with the display of ads online. As a result, such technologies and tools could adversely affect our operating results.
Hill glaubt, dass Google Adblocker bislang unterstützen musste, um die aktuell beherrschende Marktposition zu erreichen. Da Content Blocker aber das Geschäftsmodell von Google beschädigen, wolle das Unternehmen nun mehr Kontrolle über den Einsatz der Werbeblocker erhalten.
Auf Hackernews finden sich bereits diverse Aufrufe, auf Firefox zu wechseln, der eine andere Engine verwendet. Selbst wenn Google nun eine 180-Grad-Wende vollziehen würde, sind die Browsernutzer alarmiert.







Wegen den Absichten des Herstellers verwende ich nach wie vor Firefox – auch wenn der Browser langsamer ist.
ab jetzt nur noch Firefox und parallel dazu alle Google Produkte aus meinem Privatbereich entfernt. Analytics von meiner Seite, Google Mail, Google Earth, und zuletzt noch meinen Youtube Account gelöscht. Sektenverhalten und Weltmachtsbestrebungen einer Firma kann ich nicht akzeptieren auch dass sich diese Firma nun politisch betätigt und per Youtube Einfluss auf die Meinung der Bevölkerung nimmt, ist mir schon längger ein Dorn im Auge. Was Google betrifft, so sind mir die Intentionen dieser Firma eigentlich klar, war bisher nur zu faul um umzustellen und daher ist Manifest V3 nun ein passender Anlass endlich hier auszumisten. Zur “Langsamkeit” von Firefox… Mehr »