Google lobt Rust für Android

Zum Jahresende zieht Google Bilanz zu den Änderungen am First-Party- und Third-Party-Code (Open Source) der Android-Plattform in den Sprachen C, C++, Java, Kotlin und Rust.

Zum Jahresende zieht Google Bilanz zu den Änderungen am First-Party- und Third-Party-Code (Open Source) der Android-Plattform in den Sprachen C, C++, Java, Kotlin und Rust. Der Zuwachs an Sicherheit sei mit Rust extrem gewesen, berichten die Google-Entwickler.

Auch wenn die Bilanz noch vor Ende des Jahres 2025 veröffentlicht werde, sei sie aufgrund des branchenüblichen 90-tägigen Patch-Fensters von Android sehr wahrscheinlich nahezu endgültig. Man habe Rust aufgrund seiner Sicherheit eingeführt und sehen nun eine 1000-fache Verringerung der Dichte von Speicher-Sicherheitslücken im Vergleich zum C- und C++-Code von Android. Die größte Überraschung sei jedoch der Einfluss von Rust auf die Softwarebereitstellung gewesen. Da Rust-Änderungen eine viermal geringere Rollback-Rate aufweisen und 25 Prozent weniger Zeit für die Codeüberprüfung benötige, sei der sicherere Weg nun auch noch der schnellere.

Das Volumen des neuen Rust-Codes konkurriere nun mit dem von C++, was einen zuverlässigen Vergleich der Metriken des Softwareentwicklungsprozesses ermöglicht. Um dies zu messen, verwendet Google das DORA1-Framework, ein seit zehn Jahren bestehendes Forschungsprogramm, das sich zum Industriestandard für die Bewertung der Leistung von Software-Engineering-Teams entwickelt habe.

Betrachte man die Entwicklung bei den Systemsprachen (mit Ausnahme von Java und Kotlin), lassen sich zwei Trends erkennen: ein steiler Anstieg der Verwendung von Rust und ein langsamer, aber stetiger Rückgang bei neuem C++.

Zu den gemessenen Vorteilen zählt bei Rust auch, dass die Codeüberprüfung schneller geht. Die Codeüberprüfung sei ein zeitaufwändiger und mit hoher Latenz verbundener Teil des Entwicklungsprozesses. Und die Überarbeitung von Code sei eine der Hauptursachen für diese kostspieligen Verzögerungen, berichtet Google. Die Daten zeigen nun, dass Rust-Code weniger Überarbeitungen erfordert. Dieser Trend sei seit 2023 unverändert. Rust-Änderungen ähnlicher Größe erfordern etwa 20 Prozent weniger Überarbeitungen als ihre C++-Entsprechungen.

Die komplette Analyse ist online nachzulesen.

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