Auf seiner Entwicklerkonferenz I/O hat Google Features der kommenden Android-Version 2.2 mit dem Codenamen “Froyo” vorgestellt .
Die neue Version des Linux-basierten Betriebssystems für Mobilgeräte soll zweieinhalb bis fünf mal so schnell laufen wie ihr Vorgänger. Dafür sorgt laut Google ein Just-In-Time-Compiler (JIT) für die virtuelle Maschine Dalvik. Daneben gibt es Features für Unternehmensanwender der Smartphones: Anbindung an Microsofts Exchange-Server und ein API für das Device-Management.
Daneben soll Froyo eine Schnittstelle für das Cloud-to-Device-Messaging bringen. Googles Rechner im Internet kümmern sich um die Zustellung von Nachrichten an das Mobiltelefon. Dabei lassen sich auch so genannte Android-Intents verschicken. Empfängt Android beispielsweise Navigationsinformationen, schaltet es sich in den Navi-Modus.
Das Android-Telefon soll sich ab Version 2.2 auch als mobiler Hotspot einsetzen lassen. In der bejubelten Demo auf der Entwicklerkonferenz brachte ein Nexus-Telefon auf diese Weise ein I-Pad von Apple ins Netz. Da die Anwender neben Telefonie und SMS am liebsten mit dem Smartphone ins Web gehen, bringt Froyo auch Verbesserungen im Browser: Google möchte unter anderem die Javascript-Engine V8 aus Chrome in den Mobilbrowser verpflanzen.
Der Google-Konzern feiert derzeit den Erfolg, den Android 18 Monate nach Einführung vorweisen kann: Rund 100.000 Aktivierungen von Android-Geräten täglich, zweitgrößter Smartphone-Anbieter in den USA nach RIM, 50.000 Anwendungen im Android Market sowie 1 Milliarde mit Android-Geräten navigierte Meilen.


