Google experimentiert mit nicht knackbarer Kryptologie

Google experimentiert in seinem Webbrowser Chrome mit Algorithmen, die sich auch mit zukünftigen Quantencomputern nicht brechen lassen sollen.

Quantencomputer gibt es momentan nur im Labor und in sehr kleinen Dimensionen. Sollte es aber gelingen in den nächsten Jahren größere, funktionsfähige Modelle dieser Bauart von Höchstleistungsrechnern herzustellen (und Google, IBM, Microsoft und Intel forschen daran), dann könnten sie in der Lage sein, die gegenwärtige benutzte kyptografische Methode in TLS, dem Protokoll hinter HTTPS, zu knacken. Nachträglich ließe sich dann auch jede heute aufgezeichnete Webkommunikation entschlüsseln. Weil es dabei aber auch um Inhalte geht, die für Jahrzehnte vertraulich bleiben sollen, müssen sich Forscher schon heute um eine Gegenwehr bemühen.

Gegenwärtig experimentiert Google mit dieser Post-Quantum Cryptography in seinem Browser Chrome. Dort wird ein kleiner Teil der Kommunikation zwischen dem Browser und Servern bei Google mit einem Elliptic-Curve-Key-Exchange-Algorithmus verschlüsselt, der auch der riesigen Rechenkraft von Quantencomputern standhalten soll. Der Algorihtmus heißt bezeichnenderweise “New Hope”. Er soll aber noch nicht zu einem Standard entwickelt werden, weil Google hofft, noch bessere Verfahren finden zu können.

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