In kommenden Versionen des Chrome-Browsers soll es keine FTP-Funktionen mehr geben. Das haben die Entwickler in ihrer Mail-Gruppe angekündigt. FTP werde von den Anwendern kaum noch genutzt, heißt es zur Begründung.
Die Nutzung von FTP liege bei 0,1 Prozent der Nutzer, teilt Chrome-Entwickler Justin Tervay mit. Gemessen wurde dieser Anteil über sieben Tage hinweg unter Windows-Anwendern. Erweitere man die Messung auf alle Plattformen und verlängere den Messzeitraum auf 28 Tage komme man auf einen Anteil von 0,01 Prozent der Nutzer, die FTP-Verzeichnisse anklicken.
Tervay schreib, dass Entwickler sich HTTPS bedienen können, falls sie Download integrieren wollen. Die Gefahr von größeren Inkompatibilitäten sieht Tervay nicht, auch wenn FTP in den anderen Browsern wie Firefox, Internet Explorer, Safari und Edge weiter unterstützt werde. Schon jetzt rendere Chrome keine Ressourcen wie etwa Bilder, wenn sie über FTP geladen werden. Auch der Proxy-Support für FTP sei bereits eingestellt. Der komplette Ausstieg soll im zweiten Quartal 2020 abgeschlossen sein, schreibt Tervay. dann werde man sämtlichen FTP-Code entfernt haben. Schon im ersten Quartal werde man mit der Entfernung von Funktionen in der Stable-Ausgabe starten.
In späteren Chrome-Versionen ohne FTP-Support werde das Anklicken von FTP-Links dann dazu führen, dass der Browser versuche, den dafür eingestellten Handler der unterliegenden Plattform aufzurufen. Sollte der Browser als dieses Default-Programm für FTP eingestellt sein, werde man Vorschläge machen, wie mit der Situation umzugehen sei.





