Die aktuelle Version von Googles Open-Source-Browser Chromium unterstützt neben der hauseigenen die offizielle Quic-Version der IETF.
Quic ist ein neues Netzwerktransportprotokoll, das anfangs vor allem Google vorangetrieben hat. Es kombiniert unter anderem Funktionen von TCP und TLS. Es bildet die Transportbasis für die letzte HTTP-Version 3, die Quic zwingend voraussetzt. Laut dem Blogpost laufe bereits ein Drittel von Googles Datenverkehr über HTTP/3 und Quic. Unterstützen die großen Serveranbieter und Content-Delivery-Netzwerke (CDNs) HTTP/3 und Quic, spüren das auch die Anwender beim Besuch der Webseiten.
Quic ist allerdings nicht gleich Quic. Erst kam die von Google selbst entwickelte Version (Google Quic), die dann zur Standardisierung bei der IETF eingereicht wurde. Dieses IETF Quic entwickelte sich dann schneller weiter als Googles Quic. Bislang unterstützte Chromium nur Googles Variante und musste über ein paar Extra-Optionen zur Kommunikation mit Servern überredet werden, die die IETF-Ausgabe verwenden. Weil die IETF-Version aber inzwischen deutliche Performance-Gewinne zeigt, unterstützt Chromium neuerdings neben Google Quic Q050 auch den Entwurf h3-29 von IETF Quic.
0-RTT als nächstes
Die Performance soll sich noch einmal verbessern, wenn die Entwickler in den nächsten Monaten Support für IETF Quic 0-RTT implementieren, das die Roundtrip-Zeiten beim Besuch von Webseiten für wiederkehrende Anwender noch einmal deutlich reduziert.
Serveranbieter, die HTTP/3 und IETF Quic in Chromium unterstützen möchten, sollen den Support für h3-29 aufrecht erhalten. Bis zur finalen Version von IETF Quic (bis zum fertigen RFC) wollen die Chromium-Entwickler Änderungen unter dieser Vorab-Versionsnummer veröffentlichen, es sei denn, die IETF bricht die Kompatibilität. In diesem Fall werde die Entscheidung neu überdacht.




