Gnu ist Nicht Unix! Stallmans GNU-Manifest wird 30

Richard Stallman hat im März vor 30 Jahren das GNU-Manifest veröffentlicht. Der Gründer und Präsident der Free Software Foundation setzt sich seitdem für freie Software ein.

“Bis jetzt haben wir einen Emacs-Texteditor mit Lisp für das Schreiben von Editorbefehlen, einen Quelltextdebugger, einen Yacc-kompatiblen Parsergenerator, einen Linker und etwa 35 Dienstprogramme”, schrieb Stallman vor 30 Jahren in seinem GNU-Manifest, das auch den Start des GNU-Projekts markierte. Der Emacs-Editor gilt wegen seiner Erweiterbarkeit und der vielseitigen Nutzbarkeit als geniales Stück freie Software. Richard Stallman sprach damals schon scherzhaft auch von der Church of Emacs, weil manche Nutzer damit fast ihr ganzes Arbeitsleben organisierten und alle anstehenden Aufgaben damit erledigten. Emacs sei zu einer Art Lebensweise für diese Benutzer geworden, kommentierte Stallman, der damals am MIT forschte.

Der Anlass für das GNU-Manifest war dem Umstand geschuldet, dass Unix von AT&T kommerzialisiert wurde. Richard Stallman war nicht bereit, in diese Richtung zu gehen und schrieb im Manifest: “Ich kann nicht guten Gewissens eine Vertraulichkeits- oder eine Softwarelizenzvereinbarung unterzeichnen.” Er kündigte am MIT und widmete sich der Entwicklung von GNU und der Tätigkeit in der Free Software Foundation.

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