Die MIT-Lizenz dominiert auf Github, die GPL liegt deutlich dahinter, zeigt eine neue Statistik des Anbieters. Ohnehin bieten nur wenige Projekte überhaupt eine Lizenz an. Ein API soll den Umgang mit Lizenzen vereinfachen.
Wer keine Lizenz anbiete, zeige anderen lediglich den eigenen Code, teile ihn aber nicht, heißt es in dem Blogeintrag der Github-Macher, der den Einsatz von freien Lizenzen auf Github analysiert. Aktuell bieten nur etwas weniger als 20 Prozent der Projekte ihren Code überhaupt unter einer Lizenz an, Tendenz fallend. Allerdings erfasst die Github-Statistik nur Projekte mit einer separaten Lizenzdatei. Weisen die Projektmacher die Lizenz also im README oder direkt im Quellcode aus, erkennt Githubs Ruby-Gem namens Licensee das nicht, weshalb die Statistik nur eingeschränkt aussagekräftig ist.
Bei den Projekten mit expliziter Lizenzangabe dominiert demnach mit fast 45 Prozent die MIT-Lizenz das Feld der freien Lizenzen, die vom Nutzer des Codes lediglich verlangt, den Entwickler zu nennen und diesen nicht für Probleme haftbar zu machen. Die GPLv2, GPLv3, LGPL und AGPL erreichen zusammen lediglich 25 Prozent. An dritter Stelle folgt die Apache-Lizenz mit 11 Prozent.
Auch interessant: Die Lizenzvergabe scheint oft am Verständnis der User zu scheitern. Mitte 2013 gab es einen starken Anstieg beim Einsatz von Lizenzen. Der Grund: Github hat seinen Usern die Auswahl einer Lizenz vereinfacht. Nicht nur wurde ein Lizenzwähler eingeführt, die Webseite Choosealicense.com erklärt auch in einfachen Worten, wo die Unterschiede zwischen den Lizenzen liegen.
Da es für manche Open-Source-Nutzer, etwa Behörden, höchst relevant ist, welche verschiedenen Lizenzen sie in ihren Projekten verwenden, bietet Github nun ein SPDX-kompatibles API an, das hilft, die Lizenzen zu ermitteln. Für Anbieter vereinfacht Github zudem die Auswahl einer Lizenz noch ein Stück mehr.



