GitHub-Alternative Forgejo wechselt zu Copyleft-Lizenz

Die Software Forgejo verwaltet ähnlich wie GitHub Quellcode und steckt auch hinter der Plattform Codeberg. Mit der nächsten Version 0.9 wechselt das Open-Source-Programm die Lizenz – weg von der liberalen MIT License zur restriktiveren GNU GPL v3.

Bei ihr handelt es sich um eine sogenannte Copyleft-Lizenz, bei der Änderungen am Quellcode wieder unter der gleichen Lizenz veröffentlicht werden müssen.

Den Grund für den Umstieg erläutern die Forgejo-Entwickler in einem Blog-Post: Zum einen veröffentlichen viele Entwickler ihren Code bevorzugt oder ausschließlich unter einer Copyleft-Lizenz. Diese Entwickler hält die sehr freizügige Lizenz von Forgejo von der Mitarbeit ab.

Des Weiteren stehen viele fertige Komponenten ebenfalls unter einer Copyleft-Lizenz. Die konnte das Forgejo-Team jedoch nicht in ihrer Software nutzen. Einige Abhängigkeiten musste das Projekt deshalb sogar in der Vergangenheit aufgrund von nicht kompatiblen Lizenzen wieder ausbauen. Ein Umstieg auf eine Copyleft-Lizenz vereinfacht die Wiederverwendung beziehungsweise Integration von bestehendem Code.

Abschließend reduziert eine Copyleft-Lizenz das Risiko, dass ein Unternehmen plötzlich eine kommerzielle oder eingeschränkte Fassung von Forgejo veröffentlichen würde. Von einer Lizenzänderung profitieren somit auch die Anwender.

Aus diesen Gründen hat sich das Forgejo-Team dazu entschlossen, die kommende Version 0.9 unter die GNU GPL v3 zu stellen. Dieser Entscheidung gingen einige Diskussionen und eine längere Umstellungsphase vor. So nimmt das Projekt bereits seit Juni 2023 Änderungen unter der Copyleft-Lizenz an, der erste entsprechende Code floss jedoch erst im August 2024 ein.

Der Lizenzwechsel betrifft in erster Linie alle, die Forgejo als fertiges Paket oder in einem Container anbieten. Diese Distributoren müssen beginnend mit der Version 0.9 zusätzlich immer den Quellcode bereitstellen.

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