Git feiert 20jähriges Jubiläum

Vor 20 Jahren machte Linux-Erfinder Linus Torvalds sich höchstpersönlich daran, die Misere mit dem Versionskontrollsystem Bitkeeper zu lösen und entwickelte Git.

Vor 20 Jahren machte Linux-Erfinder Linus Torvalds sich höchstpersönlich daran, die Misere mit dem Versionskontrollsystem Bitkeeper zu lösen und entwickelte Git. Das Versionskontrollsystem feiert die Tage nun 20jähriges Jubiläum.

Dass Bitkeeper seine Community-Lizenz vor 20 Jahren einstellte, hatte weitreichende Konsequenzen. Die Community-Lizenz ermöglichte es Entwicklern, Bitkeeper gratis für Open-Source-Projekte zu verwenden. Das populärste war der Linux-Kernel. Dass diese Lizenz eingestellt wurde veranlasste Linus Torvalds dazu, eine Alternative zu finden. Erreicht hat er das, indem er selbst Hand anlegte und Git entwickelte, das er zudem auf die Bedürfnisse der Kernel-Hacker anpasste.  Torvalds zog sich dafür im April 2005 einige Tage zurück und tauchte mit einer ersten Fassung wieder auf. Er hatte sich bei der Entwicklung dagegen entschieden, bestehende Systeme anzupassen, weil es jeweils Einschränkungen in der Funktionalität gab.

Linus Torvalds macht einen ersten Commit im April 2005. Quelle: Linux-Foundation

Bis heute hat sich Git zum Standard für Versionskontrollsysteme entwickelt. Git kommt auf diversen kommerziellen Plattformen zum Einsatz. Die populärste dürfte Github sein. Gitlab ist ein weiteres Beispiel. Dass Microsoft Github im Jahr 2018 für einen Milliardenbetrag gekauft hat, schmeckte vielen Open-Source-Entwicklern nicht.

Zur Namensgebung von Git sagte Linus Torvalds in der ihm eigenen Manier: “Ich bin ein egoistischer Mistkerl und benenne alle meine Projekte nach mir selbst. Erst ‚Linux‘, jetzt ‚Git‘”. Zur Erläuterung: „Git“ ist britischer Slang für einen Menschen der starrköpfig und streitsüchtig ist und denkt, dass er immer Recht hat.

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