Git 2.24 erlaubt einfache Feature-Abos

Git 2.24 ist da. Die neue Version erlaubt es unter anderem, neue Features einfacher zu testen und durchsucht die Git-Historie schneller.

Auf dem Open-Source-Summit in Lyon verriet Git-Erfinder Linus Torvalds dem Publikum im Gespräch mit Dirk Hohndel, dass er noch immer stolz auf seine Kreation sei. Vor dessen Entwicklung habe er sich die Frage gestellt, ob er auch etwas entwickeln könne, was origineller sei als Linux, das ja im Grunde nur eine Reimplementierung von Unix war. Git habe ihm bewiesen, dass er es kann.

Längst kümmern sich andere um die Software, von der nun eine neue Version 2.24 erschienen ist. Die Änderungen sind zahlreich. Die Macher von Github und eifrigsten Nutzer von Git haben dennoch in einem Blogpost ein paar Neuerungen zusammengetragen, die hervorstechen. Dazu zählen Feature Macros, Commit Graphs und ein Tool, um die Git-Historie neu zu schreiben.

Feature-Makros, Commit Graphs

Für neue Versionen von Git stellen Entwickler nun so genannte Feature-Makros bereit. Wollen Entwickler und Nutzer von Git nicht sämtliche Features übernehmen, aber einige Funktionen und Settings ausprobieren, lässt sich die Git-Konfiguration nun entsprechend anpassen. Sie erlaubt es, nur bestimmte Einträge zu aktivieren, etwa den Umgang mit vielen Dateien über “git config feature.manyFiles true”.

Commit Graphs sind seit Git 2.19 dabei und verbessern die Performance beim Laden und Durchsuchen von Git-Commits. Mussten Anwender dieses Feature in der Vergangenheit noch explizit einschalten, ist es seit Git 2.24 standardmäßig aktiviert. Das sollte einige Operationen wie die Suche nach bestimmten Bugfixes beschleunigen.

Schneller filtern

Wer die Historie seines Git-Projekts durchsuchen möchte, um etwa ältere Commits zu entfernen, griff bislang bevorzugt zu “git filter-branch”. Das zeige laut dem Github-Blogpost und den Github-Machern, jedoch sein Alter: Nicht nur sei der Einsatz des Tools recht umständlich, es arbeite auch recht langsam. Als Alternative dazu empfiehlt das Projekt nun “git filter-repo”. Das neue Tool operiert auf einer Stream-Repräsentation der Commit-Historie, verwendet also eine effizientere Methode, um die oft sehr vielen alten Commits eines Repositories zu durchforsten.

Auch organisatorisch lässt sich Neues vermelden. Einerseits hat sich mit Pratyush Yadav ein vorübergehender Betreuer für Git Gui gefunden, einer grafischen Oberfläche von Git. Zudem hat das Projekt das Contributor Covenant adoptiert, einen populären Verhaltenskodex für einen respektvollen Umgang der Entwicklern untereinander. 17 prominente Git-Entwickler haben den Codex unterzeichnet.

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