Gewitterwolken bei Cozy Cloud

Die französische Homecloud-Lösung Cozy Cloud skaliert nicht, die Entwickler wollen das Backend von Node.js auf Go umbauen. Nur so könne die Homecloud auch den Einsatz mehrerer Instanzen effizient abwickeln. Cozy Cloud 3 soll im dritten Quartal 2017 erscheinen.

Ein zentraler Use Case der Cozy Cloud besteht darin, sie im eigenen Heim oder in der Firma zu hosten. Jede Instanz braucht einen eigenen Webserver und eine Datenbank. Wer mehrere Instanzen hosten möchte, installiert Node.js und alle abhängigen Dienste doppelt. Das belaste vor allem den Arbeitsspeicher, schreiben die Entwickler, wenn jede Instanz den RAM-Bedarf multipliziere.  Für Cozy Cloud 3 setzen die Entwickler nun offenbar auf Go. Der Vorteil des Umbaus soll darin bestehen, dass zusätzliche Instanzen kaum zusätzlichen Overhead erzeugen.

Den Preis beim Hosten mehrerer Cozy-Instanzen haben die Entwickler nach eigener Aussage bislang vernachlässigt und sich auf die eigentliche Software konzentriert. Das rächt sich nun aber offensichtlich. Die bisherige Architektur macht es aufwändig, Cozy beispielsweise kommerziell anzubieten. Anbieter von Hosted Services bieten ihren Kunden zum Beispiel betreute Cozy-Cloud-Instanzen an, um die Einrichtung zu vereinfachen.

Ein großer Umbau soll nun bis zum dritten Quartal 2017 über die Bühne gehen. Nutzer der bisherigen Version müssen in diesem Zeitraum mit weniger Features rechnen, die existierende Cozy Cloud werde aber weiterhin betreut. User sollen zudem in der Lage sein, auf die künftige Version zu migrieren. Entwickler von Cozy-Apps müssen von der “cozy-client-sdk” auf die Bibliothek “cozy-client-js” wechseln. Größere Probleme könnte hingegen bekommen, wer serverseitige Node.js-Anwendungen verwendet. Eine FAQ und ein Blogeintrag fassen die aktuellen Pläne zusammen.

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