Google DeepMind hat bekanntgegeben, dass eine spezielle Version seines Sprachmodells Gemini offiziell die Performance eines Goldmedaillengewinners der Internationalen Mathematik-Olympiade (IMO) erreicht hat, indem es fünf von sechs besonders schweren Aufgaben lösen konnte. Auch OpenAI konnte bei demselben Wettbewerb eine Goldmedaille einkassieren.
So verschärft sich der Kampf zwischen den Tech-Giganten, die die nächste Generation der künstlichen Intelligenz entwickeln. Wichtiger dabei ist, dass die Erfolge zeigen, dass KI nun komplexe mathematische Probleme mithilfe natürlicher Sprache lösen kann und keine speziellen Programmiersprachen dafür braucht. Noch im letzten Jahr, in dem Google eine Silbermedaille gewann, brauchte es einen menschlichen Übersetzer, der die Aufgabenstellungen in ein maschinenlesbares Format übersetzte. Das war in diesem Jahr nicht mehr nötig.
Kurz nach der Bekanntgabe des Erfolgs von OpenAI am Samstagmorgen kritisierten der CEO von Google DeepMind und Forscher in den sozialen Medien OpenAI, das seine Goldmedaille zu früh verkündet hätte und weil sie den Test ihres Modells nicht offiziell von der IMO bewerten ließen.
Die Internationale Mathematik-Olympiade, die seit 1959 jährlich stattfindet, gilt weithin als der weltweit renommierteste Mathematikwettbewerb für Schüler im voruniversitären Bereich. Jedes teilnehmende Land entsendet sechs Mathematik-Talente, die sich an der Lösung von sechs außergewöhnlich anspruchsvollen Aufgaben aus den Bereichen Algebra, Kombinatorik, Geometrie und Zahlentheorie messen. In der Regel erhalten nur etwa 8 Prozent der Teilnehmer eine Goldmedaille.





