Gemeinschaft schafft Sicherheit

Die Asterisk-freie deutsche Open-Source-Telefonanlage “Gemeinschaft” löst mit der Version 5.1 ihre wichtigste Daseinsberechtigung ein: Sicherheit.

Die frühere Asterisk-Spezialfirma Amooma, die mit Fördergeldern den Telefonserver Gemeinschaft entwickelt, hat gegenüber der Version 5 eine ganze Reihe Einzelmaßnahmen in die Verbesserung der Sicherheit gesteckt: Upgrade auf Ruby on Rails 3.2.12, Einbau einer auf Shorewall fußenden Firewall oder ein Mechanismus zum Abfangen von DoS-Attacken per SIP. Außerdem lässt sich durch automatisches Scannen der Telefon-MAC-Adressen die Telefonkonfigurationen nicht mehr herausfinden, da jedes Telefon einen eigenen Key bekommt.


In Sachen Interoperabilität vermeldet Amooma, dass sich Gemeinschaft nun in ein Active-Directory-Netz per Single-Sign-on integriert. Außerdem sei die Routing-Engine verbessert, die Konfigurationsparameter liegen nun in der Datenbank statt in langen Konfigurationsdateien und die Anlagensoftware liefert deutschsprachige Voiceprompts mit.
Das Web-GUI von Version 5.0 macht zwar optisch viel her, eignet sich aber kaum fürs mobile Geräte. Die Version 5.1 benutzt Twitter Bootstrap mit einem responsive CSS-Design. Neu im Web-GUI kann der Admin auch ein Backup und Restore anstoßen.
Das Projekt benutzt für seine Live-CD Debian Wheezy als Unterbau. Während die meisten Privatleute Gemeinschaft auf kleinen (meist Embedded) Servern laufen lassen, die wenig Strom fressen und sehr leise sind, setzt über die Hälfte der Business-Anwender auf ein virtuelle Umgebung. Die Anbindung an das ISDN-Netz erfolgt dann über ein Mediagateway. Weniger traditionelle Anwender gehen direkt per SIP zu einem Provider raus. Für die Installationen auf virtuellen Maschinen stehen zwei verschiedene Kernel und Toolsets zur Wahl, einmal für KVM und einmal für VMware.
Für 2013 peilt die Gemeinschaft-Gemeinschaft eine Raspberry-Pi-Version sowie eine Dispatcher-GUI für die Zentrale vor. Damit würde ein Dispatcher auf dem Web-GUI sehen, wer gerade telefoniert und Gespräche per Drag and Drop transferieren. unter http://github.com/amooma/gs5 kann man den Entwickler bei der Arbeit zusehen und Feature-Requests einreichen.
 

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Loredo
8 Jahre her

Zack! Und schon ist das RaspberryPi Image verfügbar:http://amooma.de/gemeinscha

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