Vor 25 Jahren hob Patrick Volkerding die vor allem damals populäre Linux-Distribution Slackware aus der Taufe, die er auch heute noch weiterentwickelt. In einem Forumsbeitrag hat er jetzt bekannt gegeben, dass er von den Betreibern des Slackware-Shops betrogen worden und mittlerweile fast Pleite sei.
Im Slackware-Store lassen sich unter anderem T-Shirts und DVDs mit der Distribution kaufen. Ein Teil der Einnahmen soll eigentlich auch an Patrick Volkerding fließen, der daraus wiederum die Weiterentwicklung von Slackware finanziert.
In einem Beitrag auf der Seite Linuxquestions.org beklagt Patrick Volkerding jedoch, dass ihn sein Geschäftspartner betrogen hätte und er derzeit fast Pleite wäre. In den letzten zwei Jahren hätte man ihn nicht mehr bezahlt. Die Slackware-Version 14.2 hätte im Shop Einnahmen von fast 100.000 US-Dollar generiert, von denen er aber nur 15.000 US-Dollar erhalten hätte. Der Shop-Betreiber hätte ihm zudem gesagt, dass er mit diesem Betrag noch überbezahlt sei.
Weiter führt Patrick Volkerding aus, dass den Shop ein Unternehmen betreibt, an dem er selbst zusammen mit seiner Frau 40 Prozent und sein Geschäftspartner 60 Prozent halten. Diese Aufteilung erschien Patrick Volkerding fair, da das Unternehmen auch für seine Familie die Krankenversicherung bezahlte und Ausgaben für beispielsweise die Produktion und den Versand der Güter anfielen. Sein Geschäftspartner hätte jedoch ohne sein Wissen seinen Anteil am Unternehmen verkauft, womit wiederum seine Probleme begonnenen hätten.
Derzeit überlegt Patrick Volkerding, auf welchen Wegen er neue Einnahmen generieren könnte und ist offen für entsprechende Vorschläge. Die Entwicklung von Slackware 15.0 soll in jedem Fall weiterlaufen.
Der Slackware-Shop ist derzeit noch geöffnet, den dort früher ebenfalls vorhandenen Spenden-Button ließ Patrick Volkerding jedoch entfernen. In einem weiteren Beitrag hat er seine PayPal-Adresse angegeben, über den an ihn derzeit Spenden geschickt werden können. Im gleichen Beitrag führt er zudem aus, dass der Geschäftspartner mittlerweile die über die Seite eingegangenen Spenden an ihn weiterreichen will.
