Gartner: Mehr verkaufte Server bringen weniger Umsatz

Der US-Marktforscher Gartner hat den weltweiten Servermarkt für das dritte Quartal 2008 analysiert und kommt im Vergleich zum Vorjahresquartal zum Ergebnis: Trotz rund 4 Prozent Wachstum bei den Verkäufen sinken die Umsätze um rund 5 Prozent.

Die Umsätze im Servergeschäft haben im dritten Quartal 2008 12,7 Milliarden US-Dollar betragen. 2,3 Millionen verkaufte Server hat Gartner ermittelt. Der Marktforscher begründet den Umsatzrückgang mit erheblichen Einbußen bei teuren Unix-Maschinen. Der Bereich RISC- und Itanium-Unix-Server ist laut Gartner-Analyst Jeffrey Hewitt um 16 Prozent bei den Stückzahlen und um rund 11 Prozent bei den Umsätzen eingebrochen. Die x86-Server konnten zulegen, was die Stückzahlen betrifft. Allerdings mussten die Hersteller die Preise nach unten anpassen.

Bei den obersten Fünf der weltweiten Herstellerrangliste gab es demzufolge keinen Wettbewerber, der nicht Umsatzeinbußen erlitten hat. IBM hat, gemessen am Umsatz, mit soliden Verkäufen aus den Serien System p und System z den ersten Platz mit einem Marktanteil von 30,3 Prozent behalten. Hewlett Packard folgt mit knappem Abstand (29.8 Prozent) vor Dell (11,8 Prozent), Sun Microsystems (9,1 Prozent) und Fujitsu/Fujitsu Siemens (4,6 Prozent).

Für den Markt Europe, Middle East, Africa (kurz EMEA) gibt Gartner 68.000 (ein Plus von 5,8 Prozent) verkaufte Server und einen daraus resultierenden Umsatz von 3,9 Milliarden US-Dollar an, was einem Umsatzrückgang von 5,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Im EMEA-Markt ist HP umsatzstärkster Anbieter vor IBM, Sun, Dell und Fujitsu Siemens.

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