FSFE kritisiert Kürzungen bei Next Generation Internet

Die Initiative Next Generation Internet unterstütze seit 2018 Freie Software-Projekte mit finanziellen Mitteln und technischer Hilfe, berichtet die FSFE. Trotz des erwiesenen Erfolgs habe die Europäische Kommission beschlossen, diese Mittel im aktuellen Entwurf für das Arbeitsprogramm von Horizont Europa 2025 zu kürzen.

Diese Entscheidung werfe ein Schlaglicht auf das größere Problem des Mangels an motivierter und nachhaltiger öffentlicher Finanzierung für Freie-Software-Projekte, kritisiert die Free Software Foundation Europe (FSFE). Die europäische Bürgerrechtsorganisation European Digital Rights (EDRi) hat den Vorstoß der FSFE nun aufgegriffen.

Die Initiative „Next Generation Internet“ (NGI) sei seit 2018 ein Projekt des Programms „Horizont Europa“ der Europäischen Kommission (EK), so die FSFE. Sie stellt Mittel für wissenschaftliche Forschung und Innovation bereit, die das Internet als Plattform verbessern können, auch für die Entwicklung Freier Software. Die FSFE sei schon immer Teil dieser Initiative als Konsortiumsmitglied in der Untergruppe NGI Zero (NGI0) gewesen, wo wir mehr als 400 von der Initiative geförderte Freie-Software-Projekte rechtlich und lizenzrechtlich unterstützen.

Eine Wirkungsstudie habe gezeigt, dass die NGI-Projekte bei der Bereitstellung von Finanzmitteln und technischer Unterstützung für eine Vielzahl offener Projekte und bei der Förderung eines Internet-Ökosystems, das die digitalen Rechte respektiert, die Nachhaltigkeit fördert und die EU-Rechtsvorschriften und -Werte aufrechterhält, äußerst positiv waren. Die Studie habe auch belegt, dass von den über 1000 Projekten, die eine Finanzierung erhalten haben, 57 Prozent „praktikable Alternativen zu bestehenden Marktlösungen“ bieten und 74 Prozent auch nach der Finanzierung weiterarbeiteten.

Angesichts dieser positiven Ergebnisse der NGI-Initiative ist es enttäuschend und verwunderlich, dass die Finanzierung der Initiative eingestellt wird. Ohne den Rahmen von Horizont Europa 2025 stehe NGI nun ohne alternative Finanzierung da, was dem Ökosystem der Freien Software und damit der Innovation in der EU schaden werde, so die FSFE.

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