Eben ist die Sommerausgabe der Green-500-Liste der energieeffizioentesten Superrechner erschienen, die den Stand im Juni 2016 repräsentiert. Angeführt wird die Liste weiter vom japanischen Shoubu Supercomputer.
Mit 6673,84 MFlops/Watt erreicht Shoubu, beheimatet im japanischen Forschungszentrum RIKEN, erneut den Spitzenplatz der Green-500-Liste. Der Durchschnitt aller Systeme der Green-500-Liste, liegt bei etwas über einem Gigaflop/Watt. Der Sieger aber ist gut sechsmal besser als der Mittelwert. Nimmt man diesen Wert als Trend, wird es nach dem Jahr 2022 das erste Exaflop-System geben, das weniger als 20 MW verbraucht.
Auch das zweitplatzierte System, Satsuki, stammt von RIKEN und kann 6195,22 MFLOPS/Watt vorweisen. Auf dem dritten Platz findet sich der Erstplatzierte der verwandten Top-500-Liste, der chinesische Supercomputer Sunway TaihuLight. Die Überschneidung der beiden Listen zeigt, welch großen Einfluß die Energieeffizienz heute im Supercomputing hat – ohne entsprechende Anstrengungen sind Höchstleistungsrechner gar nicht mehr realisierbar, denn der Energiehunger der vielen Tausend Rechenkerne wäre kaum zu stillen.
Eine sehr große Rolle beim energieeffizienten Rechnen spielen GPUs als Beschleuniger neben CPUs – 40 der besten 50 Systeme nutzen diese Technik. Am populärsten sind hier Grafikprozessoren von Nvidia, gefolgt von Intels Xeon Phi.





