Die Free Software Foundation (FSF) hat die Free Software Awards 2020 in drei Kategorien vergeben. Ausgezeichnet wurde die Entwicklerin Alyssa Rosenzweig, der Free-Software-Aktivist Bradley M. Kuhn und das Projekt CiviCRM.
Die Free Software Foundation hat die Preise jeweils in aufgezeichneten Videobotschaften übergeben. Laudator für die Entwicklerin Alyssa Rosenzweig, die den Award als Outstanding New Free Software Contributor erhielt, war Richard M. Stallman. Er würdigte Alyssa Rosenzweigs Arbeit im Panfrost Project, das sich dem Reverse Engineering und der Entwicklung eines freien Treibers für die Mali GPU-Serie widmet. Alyssa Rosenzweig führt dieses Projekt. Die Mali-Grafikchips kommen auf Single-Board-Computern und Mobilfunkgeräten zum Einsatz.
Der Award for the Advancement of Free Software ging an den Aktivisten Bradley M. Kuhn für seine langjährige Arbeit an der GNU General Public License. John Sullivan, Executive Director der FSF würdigte Kuhns Engagement und sagte in seiner Videobotschaft, dass die GPL nicht in eine Welt der freien Software führen könne, wenn sich nicht jemand darum kümmere, sie mit diesem Ziel vor Augen zu entwickeln und durchzusetzen. Bradley M. Kuhn habe dies in seiner langjährigen Laufbahn mehr als jeder andere getan, den er kenne, lobte Sullivan.
Der Award for Project of Social Benefit ging an CiviCRM. Mit dem Award werden Gruppen oder Vereinigungen ausgezeichnet, die die Prinzipien von freier Software in andere Bereiche übertragen. CiviCRM ist ein freies Programm, das ehrenamtliche Organisationen weltweit einsetzen, um ihre Mailings und Kontaktdatenbanken managen zu können. Auch die FSF nutzt CiviCRM. Das Programm ermögliche Non-Profit-Organisationen die Arbeit, ohne sich an Anbieter von proprietärer Software binden zu müssen, lobte FSF-Direktor Sullivan in seiner Laudatio.





