Fosdem 2016 gestartet

Mit tausenden Besuchern bleibt die Brüsseler Fosdem das wichtigste Open-Source-Event in Europa. Trotz der Größe ist die Veranstaltung gut organisiert und überfordert die Besucher mit einer Unzahl an Vorträgen.

Eine Konferenz mit einer Party beginnen zu lassen, auf der hochprozentiges belgisches Bier gereicht wird, erscheint nicht in jedem Fall als die beste Idee, ist aber auf der jährlichen Fosdem in Brüssel Tradition. Das “Beer Event” vor dem Café Delirium am Abend vor dem Event zeigte in diesem Jahr einmal mehr, wie stark die Zahl der Besucher über die Jahre gewachsen ist. Es verlangte den Anwesenden eine gewisse Geschicklichkeit ab, sich durch die Menge der Besucher zu schieben, ohne ihr Bier zu verschütten.

Den Weg zur Fosdem erschweren in diesem Jahr Bauarbeiten.

Den Weg zur Fosdem erschweren in diesem Jahr Bauarbeiten.

Mal mehr und mal weniger verkatert trafen sich die Feierwütigen am nächsten Morgen im Bus zum Unigelände wieder, das der Fosdem ihr komfortables, wenn auch die Orientierung herausforderndes, Zuhause bietet. Dank einer geschlossenen Busstation erwies sich die Anfahrt zudem als etwas umständlich und pilgerten die Open-Source-Freunde in längeren Formationen und bei Dauerregen zum Ort des Geschehens.

Die Mühe wird mit einer überwältigende Zahl von Vorträgen unter Anwesenheit hochkarätiger Sprecher belohnt. 568 Speaker geben sich in den zwei Tagen die Klinke in die Hand, die Besucher müssen sich aus 50 Tracks ihre Rosinen herauspicken.  Auch beeindruckend: Obwohl die Fosdem in Europa das größte Event seiner Art ist und in einem Community-Kraftakt umgesetzt wird, verlangen die Veranstalter keinen Eintritt. Möglich macht das eine Schar von Sponsoren.

In diesem einen von hunderten Vorträgen sucht der Speaker nach der perfekten Welle.

In diesem einen von hunderten Vorträgen sucht der Speaker nach der perfekten Welle.

Auf Besucher wirkt die Fosdem ausgezeichnet organisiert, das WLAN funktioniert auffallend gut und die begleitende App, der Fosdem Compagnon, ist vorbildlich umgesetzt. Zu den Besonderheiten des ersten Tages gehörten neben der Begrüßung durch die Veranstalter (Slides) die Keynote von Lennart Poettering, der über die Pläne für Systemd berichtete. Erwähnenswert auch die Gedenkveranstaltung im großen Saal für den kürzlich gestorbenen Ian Murdock.

Debianer sind auf der Fosdem zahlreich vertreten, eine Veranstaltung erinnerte an den kürzlich verstorbenen Ian Murdock.

Debianer sind auf der Fosdem zahlreich vertreten, eine Veranstaltung erinnerte an den kürzlich verstorbenen Ian Murdock.

Am Sonntag ist die Veranstaltung schon wieder zu Ende. Das Linux-Magazin wirft dann noch einen Blick auf einige der zahlreichen Vorträge. Wer es nicht nach Brüssel geschafft hat, kann zumindest noch einigen Vorträgen dank eines Livestreaming lauschen.

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