
Wie der Linux-Kernel soll auch Libre Office unterschiedliche Plattformen mit einer einziges Codebasis bedienen.
Der Libre-Office-Entwickler Michael Meeks hat dargelegt, wie die freie Bürosuite nicht nur im Web, sondern auch auf Mobilgeräten laufen soll.
Zunächst beschrieb der Suse-Angestellte mit einigem Sarkasmus die beiden derzeit größten IT-Trends: Alles müsse in die Cloud, und gleichzeitig solle alle Software in die App-Stores der Mobilbetriebssysteme. Trotz aller ironischer Seitenhiebe präsentierte Meeks dann einen ernsthaften Plan für Libre Office: Der Linux-Kernel zeige, dass man mit einer einzigen Codebasis sehr kleine und sehr große Systeme mit unterschiedlichen Architekturen unterstützen könne. So sollen es auch die Entwickler des freien Office machen und möglichst viel bestehenden Code weiterverwenden – alles andere sei Verschwendung von Ressourcen.

Wie der Linux-Kernel soll auch Libre Office unterschiedliche Plattformen mit einer einziges Codebasis bedienen.
Den größten Codebestand macht der Referent beim mit HTML 5 umgesetzten Libre Office für den Webbrowser aus, einen kleineren Ausschnitt bilden die traditionellen Desktopversionen und eine kleine Teilmenge soll auf Mobilgeräten, etwa unter Android laufen. Die Online-Variante funktionierte in in der Live-Demonstration bereits flüssig und wird standardmäßiger Bestandteil der kommenden Release 3.5. Der Android-Port steckt dagegen noch in den Kinderschuhen und hat laut Michael Meeks noch einige Probleme mit den Beschränkungen der Plattform, etwa weil eine Anwendung nur gegen maximal 96 Bibliotheken gelinkt sein darf. Der gezeigte Prä-Prototyp stürzte auch prompt kurz nach dem Starten ab.
Die Vortragsfolien mit weiteren Details sind in einem Blogbeitrag des Referenten verlinkt.





