Forgejo 10.0 verbessert Benutzeroberfläche und TOTP-Sicherheit

Forgejo-Logo (CC BY-SA 4.0)

Forgejo-Logo (CC BY-SA 4.0)

Die Code-Hosting-Plattform und GitHub-Alternative Forgejo erleichtert in ihrer neuen Version an vielen Stellen die tägliche Arbeit und speichert obendrein TOTP Secrets anders. Darüber hinaus ist sie die letzte Version, die einen Umstieg von Gitea ermöglicht.

Die Benutzeroberfläche von Forgejo 10.0 bietet mehrere kleine, aber durchweg hilfreiche neue Funktionen, die man allerdings teilweise erst auf den zweiten Blick bemerkt. So offeriert der Editor eine neue Schaltfläche, über die man schnell eine Tabelle in Markdown-Syntax einfügt.

Weitere kleine Hilfen

Markiert man einen Teil eines bestehenden Kommentars und lässt dann über die entsprechende Funktion des Kontextmenüs ein Zitat erstellen, berücksichtigt Forgejo nur noch den selektierten Text. Über einen neuen Link landet man in einer Liste mit sämtlichen Issues und Pull Requests, zudem lassen sich Git Notes jetzt direkt in der Benutzeroberfläche und über die API verändern. Abschließend zeigt sich beim Anlegen eines neues Repositorys ein überarbeiteter Dialog.

Besser finden

Des Weiteren haben die Entwickler an den Suchfunktionen geschraubt: Während ab sofort auch die Release-Seite eine Suchfunktion offeriert, bietet die Code-Suche einen Filepath-Filter. Sofern „Bleve“ bei der Suche nach Issues zum Einsatz kommt, wendet Forgejo 10 im Hintergrund die „Fuzzy“-Suche auf jedes Wort im Suchbegriff an. Zuvor fasste die Suchfunktion mehrere Wörter als einen einzigen Begriff beziehungsweise als komplette Phrase auf, was wiederum zu schlechteren Ergebnissen führte.

Optimierter TOTP-Speicher

Die von Forgejo verwendeten Einmalpasswörter in Form von Time-based One-Time Passwords (TOTP) speichert die neue Version im sogenannten Keying-Modul. Gegenüber dem zuvor verwendeten Secret-Modul soll es einfacher zu nutzen sein und durch zusätzliche Funktionen die Sicherheit erhöhen.

Versionitis

Forgejo entstand ursprünglich als Fork von Gitea. Forgejo 10.0 ist jetzt die letzte Version, die ein direktes Upgrade von Gitea 1.22 ermöglicht. Forgejo 10.0 unterstützten die Entwickler noch bis zum Erscheinen der Version 11 am 16. April 2025.

Wer erst nach diesem Zeitpunkt von Gitea umsteigen möchte, muss dann erst umständlich auf Forgejo 10 wechseln und von dort weiter zu Forgejo 11. Ein ähnliches Upgrade-Spektakel blüht allen, die noch eine ältere Version von Gitea verwenden: Eine Aktualisierung von Gitea 1.21 oder früher ist nur auf Forgejo 7.0 oder 8.0 möglich. Alle Upgade-Möglichkeiten fassen die Forgejo-Entwickler noch einmal in einem eigenen Blog-Beitrag zusammen.

Mit dem Erscheinen von Forgejo 10 endet zudem die Unterstützung der direkten Vorversion 9. Administratoren sollten folglich zeitnah entsprechende Installationen aktualisieren. Das Team pflegt jedoch weiterhin die LTS-Ausgabe Forgejo 7 – allerdings nur bis zum 16. Juli 2025.

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