Folgen der CrowdStrike-Panne in Deutschland

Welche Folgen ein fehlerhaftes Update einer Cybersicherheitslösung des Unternehmens CrowdStrike vor zwei Monaten für Unternehmen in Deutschland hatte, haben jetzt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und der Digitalverband Bitkom untersucht.

Dafür befragten sie 331 von den Ausfällen betroffenen Unternehmen. Die Untersuchung ist nicht repräsentativ, gibt aber ein aussagekräftiges Stimmungsbild. 62 Prozent der damals betroffenen Unternehmen litten unter direkten Folgen, wie dem Ausfall der eigenen PCs oder Server. 48 Prozent spürten indirekte Auswirkungen, weil zum Beispiel Zulieferer, Kunden oder Geschäftspartner betroffen waren. Knapp die Hälfte der direkt oder indirekt betroffenen Unternehmen (48 Prozent) musste daraufhin vorübergehend den Betrieb einstellen – im Schnitt für 10 Stunden. Rund drei Viertel (73 Prozent) bezeichnen rückblickend die entstandenen Probleme und Störungen als gravierend für die deutsche Wirtschaft.

Die BSI-Präsidentin Claudia Plattner meint: “Es wird auch in Zukunft keinen 100-prozentigen Schutz vor IT-Sicherheitsvorfällen geben. Trotzdem wollen wir so nah wie möglich an die 100 Prozent heran. Dazu ist das BSI in engem Austausch mit CrowdStrike, Microsoft und weiteren Software-Herstellern, damit diese die Qualität ihrer Software und ihrer Softwareupdates verbessern. Aber auch Unternehmen müssen und können mit präventiven Maßnahmen ihre Resilienz erhöhen, damit sie widerstandsfähiger gegen IT-Sicherheitsvorfälle werden. Dazu ist es wichtig, den Anwenderinnen und Anwendern die größtmögliche Kontrolle über Updateprozesse zu geben. Darüber hinaus zeigen auch die vorliegenden Umfrageergebnisse, dass eingeübte IT-Notfallkonzepte wichtiger Bestandteil jeder Krisenvorsorge sein müssen!”

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1 Kommentar
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Linux Hase
1 Jahr her

Es wird auch in Zukunft keinen 100-prozentigen Schutz vor IT-Sicherheitsvorfällen geben. Trotzdem wollen wir so nah wie möglich an die 100 Prozent heran. Erstaunlich bis beschämend, dass gerade das linux-magazin in dem Artikel nichtmal erwähnt das es zu den genannten Vorschlägen (es sind ja keine Lösungen) auch Alternative Betriebssysteme und Software gibt, die in puncto Sicherheit auf einem weitaus höheren Level agieren als es Microsoft in all der Zeit tut‼️ Mit einem sicheren Repository wäre es niemals zu so einem Fehler gekommen (war es wirklich einer und wer haftet dafür in welcher Form?) Ihr wisst bzw. solltet es wissen (anderweitig… Mehr »

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