Flatpak 1.16 verbessert Geräte-Unterstützung und Wayland-Integration

Flatpak-Logo

Nach etwas über zwei Jahren liegt Flatpak in einer neuen stabilen Version vor. Die verbessert den Umgang mit USB- und Eingabegeräten, die Integration von Wayland sowie die Barrierefreiheit. Obendrauf zeigt Flatpak 1.16 den Installationsfortschritt anders an.

Flatpak-Anwendungen laufen in einem Gefängnis, wobei ein Rechtesystem den Zugriff auf einzelne Geräte regelt. Die Verbindung mit der Außenwelt beziehungsweise dem Host-System erfolgt über sogenannte Portale.

Gerätezugriffe

In der neuen Flatpak-Version lassen sich jetzt gezielt die Eingabegeräte freigeben (via „–device=input“). Die Anwendung erhält damit nur noch Zugang zu den Geräten unter „/dev/input“. Greift etwa ein Spiel lediglich auf die darüber angeschlossenen GamePads zu, muss es somit endlich nicht mehr gleich den Zugriff auf alle Geräte erhalten („–device=all“).

Des Weiteren können Flatpak-Anwendungen gezielt die USB-Geräte benennen, auf die sie zugreifen möchten. Diese Informationen liegen als statische Metadaten in der App. Die wiederum verwendet das XDG Desktop Portal, um die Anwendung beispielsweise beim Ein- und Ausstöpseln der USB-Geräte zu informieren.

Wayland

Einem laufenden Wayland-Compositor teilt Flatpak 1.16 mit, welche Anwendungen gerade in einem Gefängnis laufen. Der Compositor kann mit den Informationen die Verbindungen in das Gefängnis identifizieren und durch passende Maßnahmen und Policies die Sicherheit weiter erhöhen. Für die notwendige Kommunikation mit dem Compositor erstellt Flatpak über die Erweiterung „security-context-v1“ einen privaten Wayland-Socket.

Barrierefreiheit und Terminals

Browser auf Basis des WebKit-Frameworks arbeiteten bislang als Flatpak-Anwendung nicht reibungslos mit Screenreadern zusammen. Auch einige andere Anwendungen hatten Probleme mit der Barrierefreiheit. In Flatpak 1.16 soll dies der Vergangenheit angehören. Die Anwendungen in den Gefängnissen sollen jetzt sogar erfahren, ob ein Screenreader aktiv ist und dann ihre Bedienung darauf anpassen können. WebKit ist bereits an diese neuen Fähigkeiten angepasst.

Einige Terminals unterstützen die OSC-Escape-Sequenz zur Anzeige eines Fortschritts. Flatpak 1.16 nutzt diese Möglichkeit und liefert eine passende Sequenz. Da dies jedoch einige wenige Terminals verwirrt, muss man die Funktion explizit über die Umgebungsvariable „FLATPAK_TTY_PROGRESS“ aktivieren.

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