Firefox Send noch immer offline

Die Umbaumaßnahmen an Firefox Send dauern offenbar recht lange. Kriminelle hatten Malware über den in Firefox eingebauten Filesharing-Dienst verbreitet. Bereits seit Anfang Juli ist Send nicht mehr nutzbar.

Der Dienst Firefox Send ist im März 2019 gestartet und erlaubt es, ohne große Umstände größere Dateien verschlüsselt mit anderen Nutzern zu teilen. Das klappte womöglich etwas zu einfach, jedenfalls nutzten schon bald auch kriminelle Hacker den Dienst um Malware zu verbreiten. Anfang Juli zog Mozilla dann die Reißleine und nahm den Dienst offline. Seitdem ist er nicht mehr erreichbar, die Umbauarbeiten dauern offenbar an.

Wann der Dienst wiederkehrt, darüber gibt es keine offizielle Prognose. Mozilla arbeite daran, ihn zu verbessern. Was das genau heißt, erklären die Entwickler auf einer Supportseite: Firefox Send soll eine “verbesserte Meldefunktion bei missbräuchlicher Nutzung” erhalten, die Nutzer des Dienstes brauchen künftig zudem ein Firefox-Konto. Man prüfe außerdem weitere Funktionen und Fähigkeiten, um Firefox Send zu verbessern, heißt es anschließend. Das könnte die längere Abwesenheit des Dienstes erklären. Ein konkretes Datum, an dem Send wieder verfügbar ist, nennt auch die Supportseite nicht. Sie weist aber darauf hin, dass die über Send geteilten Dateien der Benutzer serverseitig gelöscht wurden.

Alternativen zum sicheren Versenden von Dateien gibt es durchaus, wenn diese auch nicht unbedingt so einfach funktionieren wie Send. Dropbox dürfte bekannt sein, Nextcloud und Owncloud ebenfalls. Weiterhin gibt es Pydio, Seafile, Sparkle Share um nur einige zu nennen. Die lassen sich auf eigenen Servern installieren, einige Provider installieren sie auch vor.

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