Firefox 135.0 integriert KI-Chatbots und entfernt Do Not Track

Firefox 145 wird dann keine 32-Bit-Linux-Unterstützung mehr bieten.

Firefox-Logo

Die neue Version von Mozillas Browser schaltet zwei interessante Funktionen für alle Nutzer frei, erzwingt das Certificate-Transparency-Verfahren, schützt die Chronik vor Missbrauch und offeriert eine behutsam überarbeitete „Neue Tab“-Seite.

Letztgenannte ist in allen Ländern verfügbar, in denen es die „Stories“ gibt. Öffnet man ein neues Tab, erscheint das Firefox-Logo in der linken oberen Ecke, so dass die übrigen Inhalte zum oberen Rand rutschen und mehr ins Auge springen. Auf großen Bildschirmen erscheinen die vorgeschlagenen Artikel zudem in bis zu vier Spalten.

Einige neue Funktionen bietet Mozilla zunächst einem ausgewählten Nutzerkreis an und rollt sie erst nach einer Testphase an alle anderen Nutzer aus. Firefox 135.0 öffnet gleich zwei solcher Funktionen sämtlichen Anwendern. So erkennt der Browser eingegebene Kreditkartendaten, merkt sich diese und setzt sie später automatisch in die entsprechenden Onlineformulare ein. Aus Sicherheitsgründen speichert Firefox dabei nicht die CVV-Nummer. Die Automatik lässt sich zudem in den Einstellungen abschalten.

Des Weiteren erlaubt die Seitenleiste erstmals allen Nutzern den Zugriff auf einige bekannte KI-Chatbots. Einbinden kann Firefox derzeit die (kommerziellen) Dienste Anthropic Claude, ChatGPT, Google Gemini, HuggingChat und Le Chat Mistral. Diese lassen sich dann in der Seitenleiste während des Surfens befragen. Über die rechte Maustaste kann man zudem die KI schnell auf einen markierten Text ansetzen und so unter anderem den Abschnitt zusammenfassen lassen.

Webseiten können über die entsprechende Programmierschnittstelle die Chronik (History) mit eigenen Einträgen fluten und damit die Navigation durcheinander bringen. Firefox 135.0 überspringt jetzt solche Einträge, wenn die Nutzer die Vor- und Zurück-Schaltflächen verwenden.

Entfernt haben die Entwickler die „Do Not Track“-Einstellung aus den Einstellungen. Wer gegenüber Webseiten die Einhaltung der Privatsphäre einfordern möchte, kann beziehungsweise muss die Option „Websites anweisen, meine Daten nicht zu verkaufen oder weiterzugeben“ verwenden. Firefox informiert die Seiten dann über das Verfahren Global Privacy Control (GPC).

Server müssen gegenüber Firefox beweisen, dass ihre Zertifikate öffentlich zugänglich waren, bevor ihnen der Browser vertraut. Diese Maßnahme betrifft ausschließlich Server, deren Zertifikate von einer Authority in Mozillas Root-CA-Programm stammen. Bei der Überprüfung von widerrufenen Zertifikaten kommt das CRLite-Verfahren zum Einsatz, was wiederum die entsprechende Überprüfung beschleunigen soll.

Wer Firefox nicht über den Paketmanager der eigenen Distribution installiert, sondern von der Mozilla-Seite herunterlädt, erhält ab sofort ein XZ-Paket. Dieses Kompressionsverfahren soll kleinere Pakete produzieren als der zuvor genutzte Bzip2-Algorithmus.

Die Tastenkombination [Strg]+[Q] beendet eigentlich Firefox mit allen geöffneten Fenstern. Die Version 135.0 schließt auf Wunsch nur noch das aktuell geöffnete Tab. Abschließend kann die automatische Übersetzungsfunktion jetzt auch Webseiten übersetzen, deren Texte in Chinesisch, Japanisch oder Koreanisch vorliegen. Umgekehrt übersetzt Firefox 135 Webseiteninhalte ins Russische.

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