Die Entscheidung, Forgejo als neuen Git-Forge zu verwenden, ist beim Fedora-Projekt wohl gefallen. Fedora Project Leiter Matthew Miller erläutert die Gründe für die Abkehr von Pagure.
Laut dem Beitrag von Miller im Fedora Magazine gibt es zahlreiche Faktoren, die bei dieser Entscheidung eine Rolle gespielt haben. Noch gebe es aber weitere Möglichkeiten für Feedback, bevor der Fedora-Rat offiziell abstimme, schreibt Miller.
Dass Fedora eine neue Git-Lösung braucht, sei schon lange klar. Das derzeit verwendete Pagure habe gute Dienste geleistet, sich aber nie durchgesetzt. Daraus erwuchs für Fedora die Aufgabe, Pagure selbst zu pflegen und gleichzeitig für die Erstellung der Fedora-Linux-Versionen zu verwenden. Vor einigen Jahren habe Fedora deshalb GitLab in Betracht gezogen, was nach langen Diskussionen aber letztendlich zu nichts geführt habe. Die klare Erkenntnis daraus aber sei, dass dieser entscheidende Teil der Infrastruktur von Fedora eine freie und quelloffene Software sein müsse.
Bei der jährlichen Sitzung des Fedora-Rates im Februar habe man eine lange Liste von Optionen diskutiert. Am Ende seien GitLab Community Edition und Forgejo übriggeblieben. Auch sei klargeworden, dass kein Hosting-Anbieter die speziellen Anforderungen des Projekts erfüllen könne und man selbst hosten müsse.
Bei der genaueren Prüfung der beiden Optionen sei herausgekommen, dass beide funktionieren könnten, und beide einige Lücken hätten. Dass GitLab CE eine „Open Core“-Version sei, wobei einige Funktionen nur in der nicht quelloffenen „Premium“-Version enthalten seien und darunter einige, die Fedora unbedingt haben wolle, habe den Ausschlag für Forgejo gegeben. Open Core Software neige zudem dazu, mit der Zeit weniger offen zu sein, schreibt Miller, egal wie gut die ursprünglichen Absichten gewesen seien. Darüber hinaus sei das Infrastrukturteam mit der Forgejo-Codebasis und der Sprache, in der sie geschrieben ist, besser vertraut.
Das Projekt hat nun noch Zeit, Feedback abzugeben, bevor das Fedora-Council abstimmt.





