Das Fedora-Projekt hat eine Policy zum Umgang mit KI in der Programmierung für das Projekt vorgeschlagen. Die Quintessenz lautet: Wir befürworten den Einsatz von KI-Assistenten als Weiterentwicklung des Contributor-Toolkits. Die menschliche Aufsicht bleibt jedoch unverzichtbar.
Unter anderem heißt es im Vorschlag für eine Policy: “Der Contributor ist immer der Autor und trägt die volle Verantwortung für seine Beiträge. KI-generierte Inhalte müssen als Vorschlag behandelt werden, nicht als endgültiger Code oder Text. Es liegt in Ihrer Verantwortung, alles, was Sie einreichen, zu überprüfen, zu testen und zu verstehen. Das Einreichen von unüberprüften oder minderwertigen maschinell generierten Inhalten (manchmal auch als „KI-Schrott“ bezeichnet) stellt eine unfaire Belastung für die Community dar und ist kein akzeptabler Beitrag.”
Außerdem sollte, wenn ein Beitrag maßgeblich durch ein KI-Tool unterstützt wurde, dies in der Pull-Request-Beschreibung, der Commit-Nachricht oder an der Stelle vermerkt werden, an der normalerweise die Urheberschaft für die Arbeit angegeben werde, heißt es weiter.
Unerwünscht ist KI aber auch in manchen Bereichen. So dürfe, um unkontrollierbare Verzerrungen zu vermeiden, KI-/ML-Tools nicht zur Bewertung oder Beurteilung von Einreichungen für Verhaltenskodizes, Finanzierungsanträge, Konferenzvorträge oder Führungspositionen verwendet werden. Dies schließe aber die Verwendung automatisierter Tools für Aufgaben wie Spam-Filterung und Notizen nicht aus. Die komplette Policy lässt sich bei Fedora nachlesen.
Die Community hat nun eine zweiwöchige Frist für die Überprüfung und Rückmeldung des Vorschlags. Es sei empfohlen, den vollständigen Entwurf zu lesen und die Meinung dazu im Beitrag auf discussion.fedoraproject.org zu äußern. Nach Ablauf der zweiwöchigen Rückmeldefrist wird der Fedora Council eine formelle Abstimmung über die Ratifizierung der Richtlinie mittels Ticket-Abstimmung abhalten.





