Zumindest über eine Veränderung für Fedora 25, nämlich die Wahl von Wayland als Standard-Displayserver, wurde bereits ausführlich diskutiert. Doch es gibt weitere interessante Neuerungen.
Zu diesen gehört beispielsweise Gnome 3.22, das es neuerdings im Dateimanager erlaubt, mehrere Dateien in einem Aufwasch umzubenennen. Daneben verbessert Gnome 3.22 den Umgang mit komprimierten Dateien, überarbeitet die Startseite der Software-App, erlaubt es zugleich, die Kategorien dort einfacher aufzurufen.
Videos lassen sich in variabler Geschwindigkeit abspielen, erstmals bringt Fedora 25 zudem eine Abspielmöglichkeit für MP3-Dateien mit, allerdings nur einen Decoder, keinen Encoder. Der Fedora Media Writer soll es leichter machen, (Fedora-)Images auf bewegliche Medien zu schreiben, etwa auf USB-Sticks. Nicht neu, aber verbessert, zeigt sich der Flatpak-Support. Dabei handelt es sich um ein neues Paketformat für Linux-Anwendungen, das bislang aber hauptsächlich für Gnome-Anwendungen funktioniert.
Ansonsten unterstützt Fedora 25 Unicode 9, Ruby on Rails 5.0, PHP 7, Python 3.5 und 2.7 sowie Perl 5.24. Letzteres fliegt allerdings aus dem minimalen Build-Root-Image. GHC, der Haskell-Compiler, ist in Version 7.10 an Bord. Programmierer dürfen sich zudem über Support für Node.js 6.x, einen Rust-Compiler, Go 1.7 und Erlang 19 freuen.
Im Serverbereich kommt Cockpit nun mit einem neuen SE-Linux Troubleshooter-Modul, das bei Problemen mit dem doch recht komplexen SE-Linux Informationen und Lösungswege aufzeigen soll. SSH-Keys zeigt in der neuen Version das System-Dashboard an. Admins behalten so die Übersicht, welche SSH-Keys sie ergänzt haben.
Fedora 25 ersetzt UDisks2 durch Storaged, vor allem, um ein einheitliches D-Bus-API anzubieten. Docker ist in Version 1.12 dabei, Fedora erlaubt Volume- und Storage-Management für die Containerlösung. Das Identity-Management-Framework Free IPA ist in Version 4.4 mit von der Partie, und zeigt unter anderem die Topologien in großen Setups an, verbessert die Active-Directory-Integration und erlaubt es, sich mit Client-Zertifkaten bei Web-UIs anzumelden.
Mehr Neuerungen verlautbart das Fedora Magazine, die offiziellen Announcements dürften im Laufe des Tages auf den Webseiten zu Workstation und Server erscheinen.




