Dave Jones ist in der Linux-Welt kein Unbekannter. Nun wechselt der Kernel-Entwickler und ehemalige Red-Hat-Mitarbeiter von Akamai zu Facebook. Zur Begründung gab er unter anderem an, dass Akamai die falschen Tools verwende und zu wenig Code zurückgebe.
Wer noch nie von Dave Jones gehört hat, kennt möglicherweise Software, an der der Entwickler (mit)gearbeitet hat. Zu ihnen gehört der Fuzzer Trinity, an dem Jones neulich die Arbeit einstellte (Linux-Magazin berichtete). Er hat am CPU Frequency Scaling Subsystem mitgearbeitet, dass beim Energiesparen auf Linux-Systemen hilft. Nicht zuletzt arbeitete der Entwickler länger an Fedoras Kernel.
Er ist nicht der erste, der nun bei Facebook anheuert, die Social-Media-Macher haben bereits eine ganze Reihe von Linux-Entwicklern unter Vertrag, darunter etwa den Btr-FS-Entwickler Chris Mason. Interessant sind allerdings Teile der Begründung für den Wechsel: Akamai setze Tools ein, die Jones nicht gefallen und gebe zu wenig Code zurück.
Die von Akamai eingesetzte Software hätte ihn davon überzeugt, dass er den Job bald wieder verlassen müsse. User-feindliche Software wie Perforce hätten keinen Platz in seinem Leben, schreibt Jones in seinem Blog. Er kritisierte zudem, dass Akamai lieber Atlassian anstelle von Git nutze und nur wenig Kernelcode an die Community zurückgebe. Das geschehe teilweise aus Wettbewerbsgründen, teilweise, weil der Code nur auf spezieller Akamai-Hardware laufe. Die meisten Patches hätten aber keine Chance, bei Upstream zu landen oder würden dort ohnehin nicht akzeptiert werden.
Andere, vor allem jüngere Menschen hätten vermutlich eine größere Toleranz gegenüber solchen Dingen, schließt Jones seinen Beitrag. Er aber starte nun Anfang September bei Facebook, das zumindest von Außen als bessere Wahl erscheine.



