Kernelentwickler Dave Jones will sein Fuzzing-Tool Trinity nicht mehr weiterentwickeln. Unter anderem hatte das Hacking Team sein Tool für eigene Zwecke missbraucht. Zudem komme zu wenig Code von den Nutzern zurück.
In einer Ankündigung zur Zukunft von Trinity gab Jones seine Entscheidung bekannt. Er habe in letzter Zeit ohnehin nicht mehr viel an dem Tool gearbeitet, denn es sei traurigerweise einfacher für die Arbeit mit einem Fuzzer bezahlt zu werden als für die an einem. Die einzigen Leute, die bereit wären, für diese Arbeit zu zahlen, seien “die schlimmste Art von Leuten” schreibt er mit Verweis auf das Hacking Team.
Die Entwickler dort hätten Trinity modifiziert und es auf die “ioctl()”-Funktion von Android losgelassen, was auch einige Resultate gebracht habe. Es störe ihn, dass seine Arbeit für diese Hack-Jobs verwendet wurde, andererseits hätten die Hacking-Team-Mitarbeiter sonst wohl einfach andere Software verwendet. Hinzu komme aber, dass einige “Security-Leute” seine Software ändern, aber aufgrund des 0-Day-Zirkus solche Änderungen nicht zurückgeben. Auf diese Weise finden nur sie bestimmte Bugs, womit sie wiederum Geld verdienen.
Seine Ursprungsmotivation, das Tool zu entwickeln, habe darin bestanden, merkwürdigen Kernel-Bugs auf die Spur zu kommen, die häufig von JVMs ausgelöst wurden. Mit dem Fuzzer wollte er eine realistische Workload simulieren, was dann auch funktionierte und zu einigen Bugfixes führte. Dennoch habe er in der gesamten Zeit lediglich Codebeiträge von sechs Leuten bekommen. Zwar würden viele Leute das Projekt nutzen, aber niemand gebe etwas zurück. Er werde, schließt Jones seinen Rant, künftig keine neuen Features mehr ergänzen, denn er wolle keine “Arschlöcher unterstützen”.





Klare Worte ~ß)An dieser Stelle noch für erwähnenswert halte ich, das die größten Kunden solcher 0-Day Lücken ausgerechnet von uns Steuerzahlern bezahlte Dienste sind, die diese Lücken gegen die eigenen Bürger einsetzen, statt diese öffentlich zu machen (was ja tatsächlich im Sinne der Sicherheit aller wäre). Stattdessen geben hart steuerzahlende Unternehmen auch noch doppelt Geld aus, um die selbe Sicherheitslücke zu “finden”.Wen er da konkret mit “Arschlöcher” meint, bleibt da nur weiter zu vermuten ß)…