Die EU fordert die freie Verfügbarkeit wissenschaftlicher Publikationen ab 2020.
Unter der Präsidentschaft des niederländischen Staatssekretärs für Bildung, Kultur und Wissenschaft, Sander Dekker, entschieden sich die zuständigen EU-Minister einstimmig für die Forderung, dass Veröffentlichungen über die Resultate öffentlich oder privat geförderter Forschungen für jedermann frei zugänglich sein sollten. Gegenwärtig ist das nicht der Fall. Menschen außerhalb von Universitäten haben keinen Zugang zu öffentlich geförderten Forschungsergebnissen und Universitäten müssen Verlagen teure Abonnements zahlen. Ab 2020 sollen dagegen diese Veröffentlichungen frei und für jedermann verfügbar sein, es sei denn, es sprächen gewichtige Gründe wie Urheberrechte oder Sicherheitsinteressen dagegen.
Gleichzeitg mahnen die Minister auch Änderungen bei der Wissenschaftsförderung an. So sollten die Forscher nicht mehr nur allein an der Anzahl ihrer Veröffentlichungen gemessen werden, sondern an den sozialen Folgen ihrer Arbeit. “Open Access”, so führte Sander Dekker aus, “reißt die Wälle ein, die die Wissenschaft umgeben und gewährleistet, dass die Gesellschaft so viel als möglich von den Einsichten der Forscher profitiert.”





