Etcdadm liefert Etcd-Cluster für Kubernetes aus

Der Cloudanbieter Platform 9 veröffentlicht das Tool “etcdadm” unter der Apache-2.0-Lizenz. Das Kommandozeilentool liefert Etcd-Cluster aus und entspringt dem kommerziellen “Managed Kubernetes”-Angebot der Firma.

Platform 9 wurde von ehemaligen VMWare-Mitarbeitern gegründet und ist ein Open-Stack-basiertes Private-Cloud-Unternehmen, das auch Kubernetes im Angebot hat. Das nun veröffentlichte Tool “etcdadm” orientiert sich an “kubeadm”. Es kann laut der Ankündigung sichere Etcd-Cluster aufsetzen, ein neues Cluster aus einem Snapshot wiederherstellen und Nodes in einem Etcd-Cluster ergänzen oder löschen.

Wie die Entwickler schreiben, geht das neue Tool weiter als “kubeadm”, das lediglich eine Etcd-Instanz ausliefern kann. Die würde aber nicht ausreichen. Etcd speichert unter anderem State-Informationen für Nodes und Workloads in Kubernetes-Clustern. Mehr als eine Etcd-Instanz zu betreiben sei daher essenziell für die Verfügbarkeit und die Zuverlässigkeit von Kubernetes im Produktionseinsatz. Das Werkzeug will zudem weiter denken und soll auch nach der Installation den täglichen Betrieb des Etcd-Clusters vereinfachen.

Frühes Stadium

Die Software läuft auf allen Linux-Distributionen und lässt sich über Github herunterladen. Die aktuell in Arbeit befindliche Version 0.0.5 legt allerdings nahe, dass sie sich noch am Anfang der Entwicklung befindet. Das Ziel für Etcdadm sei es, eine spezifische Etcd-Release herunterzuladen, die Binaries zu installieren, einen Systemd-Service einzurichten, Zertifikate zu generieren und das Etcd-API zu verwenden, um neue Mitglieder im Cluster zu ergänzen und deren Gesundheit zu überprüfen.

Baustein im Cluster

Dabei muss Etcdadm auf der Maschine laufen, die der Admin zum Cluster hinzufügen oder von diesem trennen will. Fällt ein Clustermitglied aus und ist Etcdadm dadurch nicht mehr erreichbar, muss der Admin das Mitglied über das Etcd-API löschen. Etcdadm eigne sich auch nicht dafür, den Cluster-Betrieb zu automatisieren. Es lasse sich aber als Werkzeug für eine Cluster-Orchestrierungssoftware einspannen.

Das Projekt arbeitet aktuell mit der Kubernetes Cluster Lifecycle Special Interest Group, einer Arbeitsgruppe im Kubernetes-Projekt. Die Koopersation soll dabei helfen, das Tool künftig besser in das Ökosystem von Kubernetes zu integrieren.

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