Erster Linux-basierter Thinclient von HP nach Neoware-Übernahme

HPT5735: HP zeigt den ersten Thinclient mit Linux nach der Übernahme von Neoware. Debian 4.0 ist das Betriebssystem der Wahl. Quelle: HP

Hewlett-Packard stellt seit der Übernahme von Neoware im Juli 2007 nun erstmals seine neuen Thinclients vor, darunter ein Debian-basiertes Modell namens HP Compaq t5735.

Drei neue Modelle zeigt HP, eines davon ein Windows-basierter Thinclient Laptop mit der Bezeichnung HP Compaq 6720t, außerdem je ein Windows- und ein Linux-Modell für den Desktop. HP preist die Rechner als Kombination aus der hauseigenen Notebook-Expertise und der Thinclient-Erfahrung von Neoware. Für 214 Millionen US-Dollar hatte HP die Akquisition von Neoware vor drei Monaten abgeschlossen ( Linux Magazin Online berichtete). Die Linux-basierten Rechner ergänzen das HP-eigene Portfolio, mit dem der Hersteller vorwiegend auf Windows als Betriebssystem setzte. In der Pressemeldung verweist HP auf eine IDC-Statistik für das dritte Quartal 2007: Nach der Neoware-Übernahme erreicht der Hardwarehersteller im Thinclient-Segment 34 Prozent Marktanteil und damit die Marktführerschaft.

HPT5735: HP zeigt den ersten Thinclient mit Linux nach der Übernahme von Neoware. Debian 4.0 ist das Betriebssystem der Wahl. Quelle: HP

HPT5735: HP zeigt den ersten Thinclient mit Linux nach der Übernahme von Neoware. Debian 4.0 ist das Betriebssystem der Wahl. Quelle: HP

Brachten die Neoware-Rechner noch eine hauseigene Linux-Variante namens NeoLinux mit, setzt HP für den neuen t5735 auf das freie Betriebssystem Debian 4.0 “Etch” mit weiteren Open-Source-Anwendungen. Entsprechend seiner Produktkategorie kommt der T5737 in einem extrem schlanken Gehäuse, nur 4,5 cm breit und 26,6 cm hoch. Hierin verbirgt sich ein AMD Sempron-Prozessor, 1 GByte Flash-RAM, 512 MByte DDR2-SDRAM, ATI Radeon-x1250-Grafikprozessor und Dual-Monitor-Unterstützung mit VGA und DVI-Ports. An Software-Anwendungen dabei sind unter anderem ein Iceweasel-(Firefox)-Browser, der Citrix Desktop-Broker für die Verwaltung des virtuellen Desktops und RDP-Desktop-Clients.

Beim Einsatz von Thin Clients in einem Netzwerk übernehmen Server den Hauptanteil der Arbeits- und Speichervorgänge, die Desktops werden von hier mit den Anwendungen versorgt. Wie viele Thin-Client-Anbieter wirbt HP für die Rechner unter anderem mit dem Argument, dass durch die zentralisierte Struktur die Kosten im Unternehmen sinken. Der neue T5735 kostet rund 450 US-Dollar, umgerechnet rund 306 Euro. Für die Windows-Variante werden 49 US-Dollar mehr berechnet, der Thin-Client Laptop soll 725 US-Dollar (493 Euro) kosten.

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