Epic hat ein neues Geschäftsmodell für seine Unreal Engine vorgestellt, mit der sich Spiele mit professioneller Grafik entwickeln lassen. Fortan muss nur zahlen, wer mit der Engine Profite erwirtschaftet.
Nur wer mit einem auf der Engine basierenden Produkt mehr als 3000 US-Dollar Bruttoumsatz im Quartal einspielt, zahlt laut Ankündigung davon 5 Prozent davon an Epic. Zugleich steht nun auch Hobbyentwicklern der Quellcode zur Verfügung. Zahlende Kunden erhalten ihr Geld zurück, frühere Kunden einen Kredit im Item-Shop.
Der Schritt ist nicht nur clever, weil er für Einsteiger die Hürde beseitigt, die professionelle Engine zu verwenden, sondern Epic sticht so auch Konkurrenten wie Unity 3D oder die Cry Engine aus. Von dem Schritt profitieren vor allem Projekte, bei denen unkar ist, ob sie jemals Profite einfahren oder solche, bei denen Gewinne nicht vorgesehen sind, etwa im Open-Source- oder Lernbereich. Auch Virtual-Reality-Spiele für die Oculus Rift oder andere 3-D-Brillen lassen sich damit entwickeln.
Erzielt aber ein Indie-Game oder Animationsfilm überraschend Erfolge, profitieren auch die Macher der Engine. Zugleich verkaufen sie eigene 3-D-Inhalte auf dem integrierten Marktplatz und lassen die User selbst Inhalte entwickeln und gegen Geld anbieten.
Wer sich allerdings bei Epic anmeldet, um die Engine herunterzuladen, stößt nur auf Software für OS X und Windows. Für Linux-Nutzer scheint es noch keine fertigen Pakete zu geben. Das Wiki erklärt jedoch, wie sich die Engine auf einem Linux-Unterbau aus den Quellen bauen lässt, was allerdings den Einsatz von Mono und eine zeitgenössische Grafikkarte von AMD oder Nvidia voraussetzt. Konkret empfehlen die Macher der Engine einen Quadcore Intel- oder AMD-Prozessor mit mindestens 2,5 GHz Taktfrequenz, 8 GByte RAM sowie eine Nvidia Geforce 470 GTX oder eine Karte der AMD Radeon 6870 HD Serie. Weitere Hilfe liefert zudem eine Übersichtswebseite für Linux-Nutzer.




