Elixir in Version 1.3 mit Kalendermodul

Änderungen am Buildtool und am Test-Framework stechen als Neuerungen an Version 1.3 von Elixir ebenso hervor wie jene an der Sprache selbst. Neu ist auch ein Kalendermodul.

Die auf der Erlang-VM basierende Programmiersprache Elixir warnt neuerdings vor imperativen Assignments, also wenn Entwickler in “if”- oder “case”-Konstrukten Variablen verwenden, die das Programm außerhalb dieser Konstrukte aufruft.

Neu an Bord ist ein Kalendermdul mit den vier Kalendertypen “Date”, “Time”, “NaiveDateTime” und “DateTime”. Der erste Typ speichert ein Datum (Jahr, Monat, Tag) in einem Kalender, der zweite eine Uhrzeit (Stunde, Minute, Sekunde, Microsekunde). Der naive Zeittyp (Jahr, Monat, Tag, Stunde, Minute, Sekunde, Mikrosekunde) vernachlässigt Zeitzonen und ignoriert beispielsweise Zeitumstellungen. Schließlich gibt es noch “DateTime”, das die Daten wie “NaiveDateTime” speichert, aber die Zeitzone ergänzt. Es handelt sich nicht um ein voll ausgereiftes Datetime-API, vielmehr soll die Kalendereinführung Interoperabilität erzeugen. Neue Accessors machen es für Entwickler einfacher, verschachtelte Datenstrukturen zu durchforsten und zu aktualisieren.

Auch das Ökosystem von Elixir erhält einige Verbesserungen. Mix, das Buildtool von Elixir ist nun weniger gesprächig und nennt nun nicht mehr jedes einzelne File, das es kompiliert, beim Namen. Dafür spricht es Warnungen aus, wenn eine Datei zu lange kompiliert. Generell will das Projekt mit diesem Schritt den Fokus auf Warnungen verstärken. “xref”, ein Mix-Tool, vollführt zudem Cross-Reference-Checks im Code und warnt den Programmierer, wenn dieser Funktionen oder Module aufruft, die nicht existieren. Dank eines verbesserten Tracking-Algorithmus kompiliert Elixir nicht nicht schneller, sondern behält auch Module besser im Auge.

Weitere Änderungen im Detail liefern die Ankündigung der neuen Version und die Release Notes auf Github. Über die letztgenannte Seite lässt sich der Quellcode der Programmierumgebung herunterladen. Mehr Infos zu Elixir selbst liefert ein freier Artikel des Linux-Magazin.

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