Im Jahr 2021 wurde die Suchmaschine Elasticsearch und die Visualisierungsplattform Kibana unter der unfreien Server Side Public License (SSPL) neu lizenziert. Jetzt hat Elastic, der Eigentümer der beiden Projekte angekündigt, sie auch unter der Affero GPL-Lizenz zu vertreiben.
Shay Banon, Gründer und CTO von Elastic schreibt in seinem Blogbeitrag: Elasticsearch und Kibana können wieder als Open Source bezeichnet werden. Es ist schwer, auszudrücken, wie glücklich mich diese Aussage macht. Ich springe hier buchstäblich auf und ab vor Aufregung.
Vor dem Lizenzwechsel im Jahr 2021 stand Elasticsearch unter der Apache-2.0-Lizenz. Durch den Wechsel zu den Lizenzmodelle Elastic Licence 2.0 (ELv2) und Server Side Public License (SSPL) waren Elasticsearch und Kibana keine freie Software mehr, weil beide Lizenzen von der der Open Source Initiative (OSI) nicht als Open Source Lizenz anerkannt sind. Mit der nun gewählten AGPL ändert sich das wieder.
Elastic hatte sich 2021 nach eigenem Bekunden zum Lizenzwechsel entschieden, weil große Unternehmen, insbesondere Amazon mit AWS war genannt, dazu übergingen das SaaS-Modell von Elastic ohne weitere Zusammenarbeit in Eigenregie anzubieten.
Diese Probleme, die teilweise vor Gericht gingen, haben sich nun laut Banon in Wohlgefallen aufgelöst. Drei Jahre später sei die Marktverwirrung größtenteils beseitigt und die Partnerschaft mit AWS sei stärker denn je, schreibt Banon. „Wir wurden sogar zum AWS-Partner des Jahres ernannt. Ich hatte immer gehofft, dass genug Zeit vergehen würde, damit wir uns sicher fühlen könnten, wieder ein Open-Source-Projekt zu werden – und das ist nun endlich der Fall.“



