
Der FSM-Designer ist ein Tool zum Darstellen endlicher Zustandsmaschinen (finite state machine, FSM).
Das Institut für Rechnerarchitektur an der Uni Mannheim hat den Quellcode seines FSM-Designers in Version 4 freigegeben.
Mit dem Tool für Electronic Design Automation (EDA) aus dem CAD-Bereich können Hardware-Designer Regelkreise entwerfen. Der FSM-Designer ist in C++ implementiert und unter GPLv2 lizenziert. Das Programm kann das Modell in Hardwarebeschreibungssprache (Hardware Description Language, HDL) ausgeben, mit der Hardware ausführbar spezifiziert werden kann, bevor sie materiell vorhanden ist. Zustände, Übergänge und weiteres lassen sich über ein grafisches Interface darstellen. Der FSM-Designer lässt sich außerdem vollständig über Python- oder Tcl-Skripte steuern.

Der FSM-Designer ist ein Tool zum Darstellen endlicher Zustandsmaschinen (finite state machine, FSM).
Zur Beschreibung von Abläufen arbeitet der Designer mit dem Simple-Moore-Modell. Das Simple-Moore-Modell wird oft dem Mealy-Modell gegenüber gestellt. Beide dienen zur Beschreibung der Abläufe in endlichen Automaten. Automaten werden in der theoretischen Informatik dazu benutzt, abstrakt Maschinenabläufe (Eingaben, Zustände, Übergänge, Ausgaben) zu Analysezwecken zu erstellen, ohne dass die Maschinen grundsätzlich realisierbar sein müssen. Endliche Automaten sind ein Sonderfall und heißen so, weil sie nur eine begrenzte (endliche) Anzahl an Zuständen einnehmen. Das Simple-Moore-Modell im FSM-Designer ermöglicht nun, Regelkreise darzustellen, deren Ausgabe allein von ihrem Zustand abhängt. Im Mealy-Modell hingegen würde die Ausgabe sowohl vom Zustand als auch von der Eingabe abhängen.
Den FSM-Designer entwickelte der Lehrstuhl für Rechnerarchitektur an der Universität Mannheim schon Ende der 90er Jahre. Die alte Version mit dem Namen FSM Designer 2 war in Java implementiert. Diese Version wird nicht mehr weiter entwickelt oder unterstützt, aber die alte Seite enthält noch einige Screenshots zur Illustration und zusätzliche Informationen zur Implementierung. Der Lehrstuhl betreibt neben dem FSM-Designer weitere Projekte, zum Beispiel ein Evaluationsboard für Hypertransport-Schnittstellen.
Auf der aktuellen Projektwebseite des Mannheimer Lehrstuhls gibt es eine genaue Feature-Liste, einige Informationen und einen Link zu dem kleinen Wiki bei Sourceforge.net. Die Software selbst steht als Tgz-Datei bei Sourceforge.net zum Download bereit.



