Der Markt für Smart-Home-Technik wird in den nächsten Jahren deutlich anziehen, doch vielen Verbrauchern fehlt ein Bewusstsein für die Gefahren, die das mit sich bringt.
Laut einer konservativ angesetzten Schätzung der Fokusgruppe Connected Home des Nationalen IT-Gipfels wird die Anzahl der Smart Home Haushalte bis zum Jahr 2020 die Millionengrenze überschreiten. Auch eine Studie der VDI/VDE Innovation + Technik GmbH attestiert dem deutschen Smart-Home-Markt ein deutliches Wachstum: Bis 2025 soll er einen einen kumulierten Umsatz von 19 Milliarden erreichen. Gleichzeitig fehlen sowohl ein Sicherheitsbewusstsein der Verbraucher als auch Hersteller-übergreifende Sicherheits- und damit auch Entwicklungsstandards. “Je mehr Anbieter unkontrolliert auf den Markt drängen, desto schwieriger wird es, einen ausreichend hohen Sicherheitslevel im Smart Home nachhaltig zu erreichen”, warnt Oliver Dehning, Leiter der Kompetenzgruppe Sicherheit im eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V.
Die Gefahren dieser Entrwicklung kann man bereits heute an zahlreichen Beispielen ablesen. So gab es etwa kürzlich einen Samsung Smart-TV, der Gespräche der Zuseher mitschnitt und weitergab. Oder: Die Sicherheitsfirma Kaspersky entdeckte über 14 Sicherheitslücken in nur fünf smarten Haushaltsgeräten. Die Nutzer solcher Geräte scheint das nicht zu kümmern. Deshalb sahen über 80 Prozent der von eco befragten Experten der IT-Branche das größte Problem für den smarten Markt in diesem fast schon unbekümmerten Umgang mit Daten.
Um diese Entwicklungen inhaltlich zu begleiten und Raum für Vernetzung und Austausch zu schaffen hat der Internetverband eco die neue Kompetenzgruppe Smart Environment gegründet. Sie will vor allem darauf hinwirken vertikale Standards und Protokolle zu etablieren und auch die Entwicklung von entsprechenden Frameworks und Libraries voranzutreiben.





